150-Jahrfeier der SPD: Staatspräsident Hollande würdigt Realismus und Reformfähigkeit [fr]

(c) Elysée - JPEG Staatspräsident François Hollande war am 23. Mai 2013 Ehrengast der 150-Jahrfeier der SPD in Leipzig. Dabei wurde er von Bundespräsident Joachim Gauck und Parteichef Sigmar Gabriel empfangen.

Staatspräsident Hollande sprach als Ehrengast der Veranstaltung nach Bundespräsident Gauck und vor dem SPD-Präsidenten Gabriel.

Vor den 1600 Gästen und zehn Staatschefs würdigte Hollande in seiner Rede die Rolle der SPD für Demokratie, Gleichberechtigung und sozialen Fortschritt in Deutschland und in Europa.

Dabei hätte die SPD auch in schwierigen Zeiten im Kampf gegen Nazismus und Kommunismus nicht nachgelassen. Durch die von ihnen beförderte Kultur des Kompromisses hätten die Sozialdemokraten die Sozialpartnerschaft, das Arbeitsrecht und den Wohlfahrtsstaat entscheidend vorangebracht, so Hollande.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Geschichte der Sozialdemokratie sei ihr Realismus gewesen. Ihr Reformismus und die Kompromissfähigkeit seien dabei kein Fatalismus gewesen, sondern die Bekräftigung eines Willens, der den Markt soweit wie möglich akzeptiere und die Solidarität so weit wie möglich umsetze.

In diesem Zusammenhang lobte er auch die Agenda 2010, die es Deutschland erlaubt habe, im Wettbewerb vorne zu stehen.

Auch Europa brauche Entschlossenheit, um Wachstum zu schaffen und der Jugend eine neue Hoffnung zu geben, so der Präsident. Die gemeinsame Anstrengung mit gemeinsamen Ressourcen würde dabei einen neuen Fortschritt ermöglichen. So wie Deutschland durch seine Einheit stärker geworden sei, so könne durch die Einigkeit zwischen Deutschland und Frankreich auch Europa auf dem Weg zu mehr Demokratie, Fortschritt und Solidarität vorangebracht werden.

- Rede von Staatspräsident Hollande in französischer Sprache

Fotos ©Présidence de la République

Letzte Änderung 24/05/2013

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