16 französische Hochschulen an den ersten 17 Europäischen Universitäten beteiligt [fr]

Kommuniqué des Ministeriums für Hochschulbildung, Forschung und Innovation, 26. Juni 2019

Als Reaktion auf die Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an der Sorbonne vom 26. September 2017 hat die EU-Kommission im Oktober 2018 eine erste Pilot-Ausschreibung für die Europäischen Universitäten gestartet, die zunächst mit 60 Millionen Euro dotiert ist. Nun hat die Kommission bekanntgegeben, dass bislang 54 Projektvorschläge bei ihr eingegangen seien, die ein breites Spektrum von Ansätzen erkennen lassen und von insgesamt 114 Hochschuleinrichtungen aus 24 europäischen Staaten stammen. Angesichts der hohen Qualität der eingereichten Projekte hat die Kommission entschieden, 17 davon auszuwählen. In 14 dieser 17 Projekte sind insgesamt 16 französische Hochschuleinrichtungen involviert, von denen einige als Koordinatoren in 6 der projektbezogenen Zusammenschlüssen fungieren. Das Budget wurde auf 85 Millionen Euro angehoben.

Diese Europäischen Universitäten streben ein bisher unerreichtes Kooperationsniveau zwischen europäischen Hochschuleinrichtungen auf allen organisatorischen Ebenen und in sämtlichen (akademischen) Tätigkeitsbereichen (Lehre, Forschung und Innovation) an. Sie werden so zu einem geeinteren, stärkeren und weltoffenen Europa beitragen, das auf seine gemeinsamen Werte stolz ist und wo eine neue Generation von Europäern zusammenkommt, die fähig ist, mit verschiedenen Kulturen in unterschiedlichen Sprachen und über Grenzen und Fachrichtungen hinweg zusammenzuarbeiten. Ebenso werden es diese Universitäten ermöglichen, die Qualität, Leistungsfähigkeit, Attraktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschuleinrichtungen bedeutend zu stärken.

Frédérique Vidal, Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation, lobt den vollen Erfolg dieser ersten Pilot-Ausschreibung und die Begeisterung, mit der sich zahlreiche französische Hochschuleinrichtungen in diesem Rahmen an der Seite ihrer europäischen Partner engagieren. Sie beglückwünscht die 16 französischen Hochschuleinrichtungen, die die ausgewählten Projekte koordinieren, bzw. daran beteiligen. Frankreich zählt somit zu den Ländern mit dem größten Anteil an diesem neuen Instrument der europäischen Integration. Die Gemeinschaftsprojekte, für die sich Hochschuleinrichtungen aus mindestens drei europäischen Ländern zusammengeschlossen haben, nehmen ihre Tätigkeit zu Beginn des akademischen Jahres 2019/20 auf und werden mit jeweils fünf Millionen Euro auf drei Jahre finanziell unterstützt. Frédérique Vidal betont den von allen Hochschuleinrichtungen zum Ausdruck gebrachten Willen, bereits eingeleitete Kooperationen fortzuführen, um Zusammenschlüsse zu bilden.

Vidal wies erneut darauf hin, dass – wie sie schon am 14. Juni gemeinsam mit dem Generalsekretariat für Investitionen angekündigt hatte – die an den ausgewählten Projekten beteiligten französischen Hochschuleinrichtungen sowie jene, die Teil der von der Kommission am besten bewerteten Zusammenschlüsse sind, durch die Freigabe eines Budgets in Höhe von 100 Millionen Euro im Rahmen der dritten Stufe des Zukunftsinvestitionsprogramms (PIA 3) finanzielle Unterstützung erfahren werden. Der staatliche Zuschuss soll auch die vollständige Umsetzung der von den Zusammenschlüssen geplanten Tätigkeiten gewährleisten.

Die Ministerin setzt sich zudem mit ihren Partnern und der EU-Kommission für die weitere Ausarbeitung der kommenden Projektausschreibungen ein, insbesondere im Zuge des nächsten Haushaltsplans, damit bis 2024 etwa 20 voll integrierte Europäische Universitäten zugunsten der Ausbildung der europäischen Studierenden, ihrer beruflichen Eingliederung und der europaweiten Spitzenforschung entstehen.

Liste der an den Europäischen Universitäten beteiligten Hochschuleinrichtungen (französisch)

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Europäischen Universitäten - Liste der ausgewählten Einrichtungen
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Quelle: Ständige Vertretung Frankreichs bei der Europäischen Union

Letzte Änderung 09/07/2019

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