22. Januar 2017 - Deutsch-Französischer Tag [fr]

Am 22. Januar 2017 feiern Deutschland und Frankreich wieder den Deutsch-Französischen Tag. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in diesem Jahr in der Woche vom 23.Januar mit vielen Veranstaltungen, die insbesondere vom Deutsch-Französischen Jugendwerk in die Wege geleitet wurden.

- Veranstaltungen am 23.-28.1.2017

Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem in Hamburg

Ebenfalls am 23. Januar kommt Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem nach Hamburg, wo sie mit Bürgermeister Olaf Scholz, dem aktuellen Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit und der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Staatsministerin Aydan Özoğuz zusammentrifft.

Schwerpunktthema des Besuches wird die bildungspolitische Integration von jugendlichen Migrantinnen und Migranten sein. In diesem Zusammenhang besucht sie auch zusammen mit dem Hamburger Bildungssenator Thies Rabe das Gymnasium Bondenwald sowie die berufliche Schule Eidelstedt BS 24.

Zudem gibt Bildungsministerin Vallaud-Belkacem in der Hansestadt auch den Startschuss für die Kultursaison in Zusammenhang mit der Frankfurter Buchmesse. Diese findet im Oktober mit Frankreich als Ehrengast unter dem Titel „Francfort en français“/“Frankfurt auf Französisch“ statt.

Staatssekretär Harlem Désir trifft seinen deutschen Amtskollegen auf Malta

Am 23. und 24. Januar 2017 treffen der Staatssekretär für die deutsch-französische Zusammenarbeit Harlem Désir, und sein deutscher Amtskollege Michael Roth am Rande einer informellen Sitzung des Rates Allgemeine Angelegenheiten auf Malta mit einer Nichtregierungsorganisation zusammen, die sich um die Rettung von Migranten kümmert.

Der Deutsch-französische Tag

Seit der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags am 22. Januar 1963 unterhalten Deutschland und Frankreich eine einzigartige Beziehung. Die beiden Länder haben es verstanden, ihre Konflikte der Vergangenheit in eine treibende Kraft für den Frieden in Europa zu verwandeln. Sie pflegen einen intensiven Austausch, ihre Beziehungen sind durch Vielfalt gekennzeichnet und im Alltagsleben beider Völker verankert.
Mit dem Vertrag sollte die deutsch-französische Freundschaft vor allem durch den Kultur- und Jugendaustausch ihren Platz im Herzen der Gesellschaft finden.

Anlässlich des 40. Jahrestags der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags am 22. Januar 2003 erklärten Staatspräsident Jacques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“, um so bewusst ein Signal an die junge Generation zu senden. Sie wollten dafür werben, dass mehr junge Franzosen in der Schule Deutsch und mehr junge Deutsche Französisch lernen, denn die Sprache ist das wichtigste Tor zum Verständnis des Partners, seiner Kultur, seiner Arbeits- und Lebensweise.

Der erste „Deutsch-Französische Tag“ wurde am 22. Januar 2004 gefeiert. Die Aktivitäten in diesem Rahmen erstrecken sich oft über fast den ganzen Monat.
Die Erfolge dieser Aktivtäten lassen sich auch an den Zahlen ablesen

Die Erfolge dieser Aktivtäten lassen sich auch an den Zahlen ablesen:

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Ziele

Der „Deutsch-Französische Tag" soll in allen deutschen und französischen Bildungseinrichtungen der Darstellung der bilateralen Beziehungen, der Werbung für die Partnersprache sowie der Information über Austausch- und Begegnungsprogramme und Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung im Partnerland gewidmet werden.

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Seit 2006 organisiert das Deutsch-Französische Jugendwerk zusammen mit dem französischen Bildungsministerium einen „Entdeckungstag“: Schüler der Klassen 7 bis 13 sind eingeladen, Betriebe und Institutionen in ihrer Region zu besuchen, die in beiden Ländern ansässig sind oder enge Beziehungen zum Partnerland pflegen. Die Jugendlichen sollen dadurch mit der Unternehmenswelt in Kontakt kommen und darüber informiert werden, welche beruflichen Perspektiven der deutsch-französische Wirtschaftsraum bietet.

Organisation

Die Außenministerien in beiden Ländern, die Kultusministerien in Deutschland sowie das französische Bildungs- und das Kulturministerium tragen durch ihre organisatorische und finanzielle Hilfe zur Durchführung des Deutsch-Französischen Tags bei. Aber er wird in maßgeblicher Weise durch das Engagement von Schulen, Kulturinstitutionen und privaten Initiativen in beiden Ländern gestaltet, die sich mit ihren Projekten in die Veranstaltungen im Zeichen dieses Tages einbringen.

Die Schulen sind weitgehend frei in der Gestaltung des Tages. Ihre Fantasie trägt Früchte: Textinterpretationen im Unterricht, Essen aus dem Partnerland in der Schulmensa, Ausstellungen im Gymnasium, Dialog mit externen Gästen und noch viel mehr. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Franzosen und Deutsche: einmal Freunde, immer Freunde/Allemands et Français: partenaires un jour, partenaires toujours.“


- www.france-allemagne.fr
- France-Diplomatie
- Déclaration comune du 22.1.2003

Letzte Änderung 28/03/2017

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