Alstom stößt bei Siemens auf Interesse

JPEG Staatspräsident Hollande hat am 27. April 2014 in einer Runde mit dem Premierminister, dem Minister für Wirtschaft, die Belebung der Produktion und Digitales und der Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie über die weitere Entwicklung des Alstom-Geschäfts im Hinblick auf die Beschäftigungsziele, die Produktionsstätten und die Energieunabhängigkeit erörtert.

In einem Interview mit RTL am 28. April 2014 bekräftigte Wirtschaftsminister Montebourg: „Wir werden Frankreichs Interessen, seine industriellen Interessen, die Interessen seiner Beschäftigten und seine Souveränität verteidigen. Wir sind dagegen, dass Alstom innerhalb von drei Tagen beschließt, 75 % eines nationalen Aushängeschilds zu verkaufen.“ Der Minister erklärte weiter: „General Electric mit 11 000 Beschäftigten in Frankreich und Siemens mit 8 000 Beschäftigten werden Einzelheiten zu den Entscheidungszentren und auch zu den Arbeitsplätzen, die verlagert werden müssen, beibringen. So etwas interessiert die Regierung.“
Wirtschaftsminister Montebourg hatte bereits am Vortag in einer Presseerklärung darauf hingewiesen, dass Alstom in hohem Maße von öffentlichen Aufträgen und der staatlichen Exportförderung profitiert.

Der Minister erinnerte daran: „Alstom ist nicht in Schwierigkeiten, muss jedoch eine globale Strategie entwickeln. Wir können diese Situation nutzen und einen Weltführer made in France aufbauen.“ Und weiter: „Es gibt zwei Lösungen. Um Bilder zu benutzen, die den Franzosen etwas sagen: Entweder lässt man sich von Boeing kaufen, oder man baut am Airbus. Siemens will zwei Weltführer in den Bereichen Energie und Verkehr aufbauen.“ Ein Treffen mit den Siemens-Managern findet heute statt.

Letzte Änderung 28/04/2014

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