Anders produzieren - Frankreichs Landwirtschaft soll ökologischer werden [fr]

Die Anwendung agrarökologischer Prinzipien über neue Formen der Produktion, des Ackerbaus und der Viehzucht – das sind die Herausforderungen der Landwirtschaft von morgen.

Im Rahmen des Thementages „Landwirtschaft – anders produzieren“ am 18. Dezember 2012 hat der Minister für Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft, Stéphane Le Foll, das agrarökologische Projekt für die französische Landwirtschaft vorgestellt. Es handelt sich hier um ein umfassendes Programm zum langfristigen Aufbau neuer Produktionsverfahren, die Agrar- und Umweltleistung miteinander vereinen.

Im Zentrum des agrarökologischen Projekts stehen drei Hauptziele und sechs Handlungsfelder:

-  Erfahrungen und Wissensbestände im Bereich der Agrarökologie sollen systematisch erfasst, strukturiert und ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen Zielsetzungsverträge zwischen dem Staat und den Instituten für Agrartechnik, die Mitte 2013 unterzeichnet werden sollen. Auf einer partizipativen Internetplattform werden gegenwärtig landwirtschaftliche Praktiken und Verfahren gesammelt, die bereits zur Anwendung kommen, um die Herausforderung der Agrarökologie zu meistern.

-  Die sich entwickelnden Initiativen im Bereich Ausbildung und technische Unterstützung sollen in geordnete Bahnen geleitet und ausgebaut werden. Dabei ist auf die Vielfalt der verschiedenen Akteure zu setzen. Im Jahr 2013 werden für die Anlaufphase des Projekts zusätzlich mindestens drei Millionen Euro aufgewendet, vor allem für Aus- und Weiterbildung sowie für Information und Aufklärung.

-  Den Landwirten sollen individuelle und kollektive Anreize gegeben werden, um neue Praktiken zu übernehmen und sie langfristig beizubehalten. Die mit dem künftigen Landwirtschaftsrahmengesetz geschaffenen Wirtschafts- und Umweltinteressenverbände – die so genannten Groupements d’Intérêt Economique et Environnemental – fungieren als Modell für kollektive Organisationsstrukturen zur Tätigung von Investitionen oder auch zur Veränderung der landwirtschaftlichen Verfahren im Sinne der Agrarökologie.

Die Handlungsfelder:

-  Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden
-  Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika in der Viehzucht
-  Besserer Umgang mit der Stickstoffproduktion in der Viehzucht
-  Verbesserung des Bienenbestands und Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion
-  Förderung der Futtermittelautonomie landwirtschaftlicher Betriebe
-  Unterstützung der Weiterentwicklung der französischen Landwirtschaft im Rahmen des nationalen Programms "ambition Bio 2017

Letzte Änderung 22/01/2013

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