Anerkennung von im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen [fr]

JPEG Das Gesetz Nr. 2013-404 vom 17. Mai 2013 über die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe ist am 19. Mai 2013 in Kraft getreten.

Mit diesem Gesetz werden gleichgeschlechtlichen Ehepaaren alle Rechte eingeräumt, die das französische Eherecht vorsieht, vom Recht auf Adoption bis hin zum Recht auf die Hinterbliebenenrente über die steuer-, erb- und versicherungsrechtlichen Bestimmungen. Im Gegensatz dazu gelten in Deutschland einige rechtliche Einschränkungen für eingetragene Lebenspartnerschaften.

Auch gleichgeschlechtliche Ehen, die vor oder nach der Verkündung des Gesetzes im Ausland vollzogen wurden, werden ab sofort anerkannt.

Bereits jetzt können bei den Botschaften und Konsulaten Anträge auf Ehefähigkeitszeugnis bzw. Anerkennung einer im Ausland vollzogenen Eheschließung eingereicht werden, ungeachtet davon, ob die Ehe vor oder nach dem 19. Mai 2013 geschlossen wurde.

Im Ausland lebende französische Staatsangehörige, die in ihrem Aufenthaltsland kein Recht auf Eheschließung haben, dürfen die gleichgeschlechtliche Eheschließung auch in Frankreich vornehmen.

Im Ausland dürfen Botschafter und Konsuln nur Trauungen zwischen zwei französischen Staatsangehörigen desselben Geschlechts vornehmen, soweit die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften des Empfangsstaates dem nicht entgegenstehen (Art. 5f des Wiener Übereinkommens vom 24. April 1963).

Letzte Änderung 29/05/2013

Seitenanfang