Apollinaires Lyriksammlung Alkohol wird 100 [fr]

JPEG In diesem Jahr laufen die Vorbereitungen zu den Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs. Ein Vertreter dieser Zeit ist der Wahl-Pariser und Autor Wilhelm Kostrowicki alias Apollinaire. Seine 1913 erschienene Lyriksammlung Alkohol (Alcools) wird nun 100 Jahre alt – und hat noch nichts von ihrem Glanz verloren.

Der Sammelband, an dem Apollinaire ganze 15 Jahre lang geschrieben hatte, war seinerzeit eine künstlerische Revolution – brach er doch mit so mancher jahrhundertealten Gedichttradition. Einige seiner Texte wurden später vertont – etwa von Léo Ferré oder Marc Lavoine – und inspirierten Generationen von Künstlern. Apollinaire selbst bewegte sich Anfang des 20. Jahrhunderts in den Pariser Künstlerkreisen – zu seinen engen Freunden zählte Pablo Picasso. Der Schriftsteller machte auf seiner (Lebens-)Reise über Rom, Monaco und später Paris auch Halt in Deutschland. Die Zeit zwischen 1901 und 1902 verbrachte er am deutschen Rhein und füllte ein ganzes Heft mit neuen Gedichten. Die Inhalte sprechen für sich: „Der Rhein, der Rhein ist trunken von dem sich spiegelnden Wein.“ (Apollinaire, Rheinische Nacht)

Auf ein Glas mit Apollinaire am Flussufer? An diesen lauen Sommerabenden ein verlockender Plan – an Rhein, Main, Donau, Elbe oder Spree!

Letzte Änderung 01/08/2013

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