Arbeitsministerin Pénicaud in Berlin: Frauenquote in Aufsichtsräten ist ein voller Erfolg [fr]

(c) Französische Botschaft
Bundesfamilienministerin Franziska Giffay, Arbeitsministerin Muriel Pénicaud und Botschafterin Anne-Marie Descôtes (c) Französische Botschaft

Die französische Arbeitsministerin Muriel Pénicaud war gemeinsam mit der neuen deutschen Familienministerin Franziska Giffey Gast eines von der FidAR (Frauen in die Aufsichträte) organisierten Forums zur Gleichstellung am 18. April 2018 in der Französischen Botschaft.

Ministerin Pénicaud unterstrich in ihrer Rede das Engagement der französischen Regierung für die reale Gleichstellung von Mann und Frau, die Staatspräsident Emmanuel Macron zur großen nationalen Angelegenheit/Staatsangelegenheit seiner Präsidentschaft erklärt hat.

Sie zog eine positive Bilanz der 2011 in einem Gesetz stufenweise eingeführten Frauenquote bei der Besetzung von Aufsichtsräten in Unternehmen mit über 500 Mitarbeiter. Die unter Sanktionsandrohung für 2017 vorgegebene Quote von 40% sei mit 42% sogar leicht übererfüllt worden, so die Ministerin.

Als wichtiges nächstes Ziel nannte sie den Kampf gegen die sexuelle Gewalt mit einem besseren Opferschutz, wobei sie konstatierte, dass „die Gesellschaft dabei ist, sich zu bewegen“ sei und man „diese Gelegenheit nicht verpassen darf“. Die französische Regierung werde deshalb noch 2018 ein Gesetz gegen sexuelle und sexistische Gewalt vorlegen.

Zudem machte die Ministerin deutlich, dass Frankreich den Abbau der Lohnungleichheit mit gesetzlichen Maßnahmen reduzieren werde: „Selbst in bereinigten Zahlen besteht auch heute noch bei gleicher Arbeit eine Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen. Statistisch gesehen spricht man von einer ‚unerklärten‘ Einkommenslücke. Für mich ist sie nicht unerklärt, sondern unerklärbar und untragbar. Wir müssen uns für die Reduzierung dieser Einkommenslücke einsetzen“.

Die Konferenz des FiDAR, für die Botschafterin Anne-Marie Descôtes die Räumlichkeiten der diplomatischen Vertretung zur Verfügung gestellt hatte, setzte sich unter dem Titel „Unternehmen und Meinungsmacher auf dem Prüfstand“ mit der Gleichstellung 2020 auseinander.

Letzte Änderung 20/04/2018

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