Auch in Frankreich Erfolge beim Kampf gegen die Steuerflucht [fr]

JPEGDie Schlupflöcher für Steuerflüchtlinge werden auch in Frankreich immer kleiner. Nach dem kürzlich erfolgten Aufruf Schweizer Banken an französische Konteninhaber, ihre Steuersituation zu bereinigen oder ihre Konten aufzulösen wird mit weiteren Einnahmen für den französischen Staat gerechnet, Budgetminister Bernard Cazeneuve hatte schon am 15.1.2014 vor der Nationalversammlung berichtet, dass seit Juni 2013 etwa 11 000 Personen mit der Bitte um Regulierung ihrer Steuersituation Selbstanzeige erstattet hätten. Dies hätte dem Staat schon 1 Mrd. Euro eingebracht und läge über den Annahmen des Finanzministeriums, so Cazeneuve. Im Budget 2014 sind 2 Mrd. € an Einnahmen aus dem Kampf gegen Steuerhinterziehung und Steueroptimierung eingeplant worden. Mit dem Gesetz vom 6. Dezember 2013 gegen Steuerbetrug und Wirtschafts- und Finanzkriminalität ist der Kampf gegen die Steuerhinterziehung noch einmal verschärft worden.

Bei Steuerbetrug fallen in Frankreich nach einem Rundschreiben des Finanzministeriums vom 21. Juni 2013 folgende Strafgebühren an, und zwar unabhängig von einer strafrechtlichen Würdigung der Delikte.

- Bei unfreiwilliger Steuerhinterziehung wird die zu zahlende Steuer mit aufgelaufenen Zinsen um 15% erhöht und zudem ein Strafbescheid in Höhe von 1,5% der Steuerschuld erteilt.

- Bei mutwilliger Steuerhinterziehung und Selbstanzeige wird die zu zahlende Steuer mit aufgelaufenen Zinsen um 30% erhöht und zudem ein Strafbescheid in Höhe von 3% der Steuerschuld erteilt.

- Wenn die Steuerhinterziehung durch die Ermittlungsbehörden aufgedeckt wird, wird die zu zahlende Steuer mit aufgelaufenen Zinsen um 40% erhöht und zudem ein Strafbescheid in Höhe von 5% der Steuerschuld erteilt.

Das Dokument stellt zudem klar, dass weder eine Steueramnestie, noch Nachlässe verhandelbar seien und auch keine anonymen Anzeigen akzeptiert würden.

Letzte Änderung 04/02/2014

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