Außenhandel: Premierminister Ayrault in Singapur und auf den Philippinen [fr]

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Premierminister Jean-Marc Ayrault besuchte am 19. und 20. Oktober 2012) Singapur und die Philippinen. In Philippinen war es der erste offizielle Besuch eines französischen Regierungschefs seit der Unabhängigkeit des Landes. Diese Reise sei „etwas ganz besonderes“ gewesen, so der Premierminister.

Jean-Marc Ayrault nutzte die Gelegenheit, sein Bekenntnis zu Europa zu bekräftigen, und dankte dabei den Philippinen für ihre Bereitschaft, „im IWF zu den Finanzfazilitäten für Europa beizutragen“.

Der Premierminister sicherte den Philippinen die Bereitschaft französischer Unternehmen zu, den Wirtschaftsaufschwung des Landes zu begleiten. Schon jetzt würden französische Firmen über 30 000 Menschen in den Philippinen beschäftigen, betonte Jean-Marc Ayrault, der für eine weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern eintritt. Dabei begrüßte er die kürzlich eingegangenen Handelsverpflichtungen, unter anderem den Kauf von zehn Airbus-Flugzeugen durch Philippine Airlines.

In Singapur sprach Premierminister Jean-Marc Ayrault vor einem Unternehmerforum und betonte, dass Frankreich „über die nötigen Trumpfkarten verfügt, um die Herausforderung der Wettbewerbsfähigkeit und der wieder erlangten Macht zu meistern“. Zu einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik komme nun der feste Wille, „die Attraktivität unseres Landes und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu fördern“. Er wandte sich gegen das veraltete Bild eines wenig unternehmerfreundlichen Frankreich und bekräftigte, dass „ausländische Investitionen in Frankreich willkommen sind, denn sie schaffen Reichtum und Beschäftigung“.

Singapur steht beispielhaft für die wirtschaftlichen Beziehungen, die sich Frankreich mit den Ländern Asiens wünscht. In der Region sind 600 französische Unternehmen in hochtechnologischen Bereichen unter den Vorzeichen eines loyalen Wettbewerbs tätig. Allein in diesem Jahr verzeichnete das bilaterale Handelsvolumen einen Zuwachs von über 30 %.


16. Oktober 2012

Premierminister Jean-Marc Ayrault reist vom 17. – 21. Oktober zu Wirtschaftsgesprächen nach Singapur und auf die Philippinen.

Sein Aufenthalt in Südostasien steht im Zusammenhang mit dem Ziel, Frankreichs Außenhandelsbilanz, den Energiesektor ausgenommen, innerhalb von fünf Jahren auszugleichen. Hierzu ist es notwendig, die Beziehungen zu allen Schwellenländern, insbesondere in Südostasien, breiter aufzufächern. Die französischen Unternehmen können ihre Geschäfte nur weiter entwickeln, wenn mit diesen Ländern langfristig partnerschaftliche Beziehungen entstehen. Im weltweiten Wettbewerb werden diese Länder Frankreich nur dann als Handelspartner wählen, wenn es Interesse für sie zeigt und um eine ausgewogene Beziehung mit ihnen bemüht ist.

-  Singapur ist nach China und Japan der drittgrößte Handelspartner Frankreichs in Asien. Frankreich erzielt hier einen Außenhandelsüberschuss von 1,3 Milliarden Euro. Der Handel zwischen Frankreich und Singapur hat im ersten Quartal dieses Jahres um 30 % im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. In Singapur existieren 600 Filialen französischer Unternehmen und die dort lebende französische Gemeinde hat sich in wenigen Jahren auf rund 10 000 Personen verdoppelt.

-  Die Philippinen verzeichnen ein starkes Wirtschaftswachstum und verfügen über ein bedeutendes Entwicklungspotenzial (100 Millionen Einwohner, wichtige Bodenschätze). Frankreich erzielt hier einen Außenhandelsüberschuss von 170 Millionen Euro jährlich. Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr 2012 um nahezu 60 % im Vergleich zum Vorjahr. Airbus konnte Ende August 54 Lang- und Mittelstreckenflugzeuge an die Philippinen verkaufen. Eine zusätzliche Bestellung von 10 Langstreckenmaschinen im Wert von 2,5 Millionen Dollar soll am Rande des Besuchs von Premierminister Jean-Marc Ayrault unterzeichnet werden.

In Singapur wie auf den Philippinen werden die Wirtschaftspartner bei einem Handelsforum Gelegenheit zur Kontaktaufnahme haben. Premierminister Jean-Marc Ayrault wird bei seiner Reise begleitet von der Ministerin für Außenhandel, Nicole Bricq, und der Staatsministerin für die Auslandsfranzosen, Hélène Conway-Mouret, sowie einer Delegation aus rund 20 großen und mittelständischen Unternehmen, die in den beiden Ländern besonders präsent sind.

Letzte Änderung 22/10/2012

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