Außenhandelsergebnisse für das erste Halbjahr 2019 [fr]

Die Zahlen zum französischen Außenhandel im ersten Halbjahr 2019 wurden am Morgen des 7. August um 8:45 Uhr vom Zoll (bzgl. Warenhandel) und der Banque de France (bzgl. Handel mit Dienstleistungen) veröffentlicht.

Dank der Exporte, die im ersten Halbjahr 2019 dynamischer waren als die Importe, konnte unser Handelsdefizit gegenüber dem vorherigen Jahr deutlich verringert werden. Die Waren- und Dienstleistungsbilanz schloss demnach das erste Halbjahr mit einem Defizit von 9,4 Mrd. € ab, nachdem dieser im zweiten Halbjahr 2018 10 Mrd. € und im ersten Halbjahr 2018 15,8 Mrd. € betragen hatte. Das Defizit beim Saldo des Warenhandels nach Auffassung des Zolls sank auf 26,9 Mrd. €. Im vorherigen Halbjahr hatte es bei 27,3 Mrd. € und im ersten Halbjahr 2018 bei 32,1 Mrd. € gelegen. Das Defizit ohne Energieprodukte und militärische Ausrüstung verzeichnete einen ähnlichen Rückgang (13,7 Mrd. € verglichen zu 18,7 Mrd. € im ersten Halbjahr 2018) und erreichte damit den niedrigsten Wert seit dem zweiten Halbjahr 2015.

Was die Dienstleistungen betrifft, nahm der Überschuss gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 zu (12,5 Mrd. € gegenüber 11,3 Mrd. €) und kompensierte so den Rückgang des Überschusses im internationalen Handel (4,6 Mrd. € gegenüber 6,6 Mrd. €).

Die Leistungsbilanz verbessert sich verglichen zum ersten Halbjahr 2018: Der Saldo stieg von -10,3 Mrd. € auf -5,6 Mrd. € und näherte sich damit dem Gleichgewicht.

Die Energierechnung, die mehr als zwei Drittel unseres Handelsbilanzdefizits ausmacht, betrug im ersten Halbjahr 2019 23,4 Mrd. € und nahm demnach gegenüber dem vorherigen Halbjahr (23,3 Mrd. €) leicht zu.

Die Exporte in der Chemiebranche und Lebensmittelindustrie erreichten ein Rekordniveau und verstärkten somit die Überschüsse in diesen Sektoren. Dank der Ablieferung des Kreuzfahrtschiffs MCS Bellissima konnte die Schiffsbauindustrie gute Leistungen verzeichnen. Außerdem war im Vergleich zum vorherigen Halbjahr ein bedeutender Anstieg der Ausfuhren nach Kanada zu beobachten (+8,2 % mit Ausfuhren von 1,9 Mrd. €). Der französische Überschuss gegenüber Amerika erreichte somit seinen historischen Höchstwert von 4,4 Mrd. €.

Die Verbesserung unserer Exportleistungen ist eines der Ziele unserer Regierungspolitik und knüpft an die Außenhandelsstrategie an, die der Premierminister im Februar 2018 in Roubaix vorstellte. Parallel zu den politischen Regierungsmaßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft konnte die Reform der Exportförderungsinstrumente unter der Schirmherrschaft von Jean-Yves Le Drian und Jean-Baptiste Lemoyne zügig vorangetrieben werden. Dank einer neuen Partnerschaft zwischen Staat und Regionen und dem Engagement der Gründungsmitglieder von „Team France Export“ (Business France, Industrie- und Handelskammern und Bpifrance) können sich die französischen KMU und Midcap-Unternehmen von nun an in jeder Region an eine zentrale Anlaufstelle und im Ausland an 235 Fachberater wenden.

Die französischen Unternehmen haben nunmehr einen Zugang zu der „Plattform der Lösungen“ www.teamfrance-export.fr, die ergänzend zu den zentralen Anlaufstellen in den Regionen eingerichtet wurde. Diese richtet sich in erster Linie an die 305 000 französischen Unternehmen, die gar nicht bzw. nur wenig ins Ausland exportieren, um sie zu beraten und ihnen die ersten Schritte zu erleichtern. In Zusammenarbeit mit den einschlägigen Ministerien geht die Strukturierung der Branchen im Ausland ebenfalls voran und stützt sich auf die neue Architektur der Marke France, die Anfang 2019 ausgearbeitet wurde, um den Ruf und die Attraktivität Frankreichs im Ausland zu fördern. Das öffentliche Exportförderungsinstrumentarium wird nach wie vor insbesondere eingesetzt, damit die Unternehmen von den Chancen profitieren können, die sich aus den Handelsabkommen, beispielsweise mit Kanada oder Japan, ergeben.

Letzte Änderung 30/08/2019

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