Ausstellung in der Bundesfinanzakademie Brühl : Ansichtskarte – Ansichtssache: Zur Rheinlandbesetzung nach dem 1. Weltkrieg [fr]

Über die Besetzung des Ruhrgebiets in den Jahren 1923 und 1924 durch französische und belgische Truppen, die aufgrund verzögerter Zahlungen der im Versailler Vertrag festgelegten Reparationen durch die Weimarer Republik zustande kam, ist sicher mehr bekannt, als über die Besetzung des Rheinlandes.

Dabei war sie Teil der direkt nach 1918 umgesetzten Klauseln des Vertrages. Anfang Dezember 1918 begann die Besetzung des linksrheinischen Gebietes durch die französische Armee. Das im Januar 1920 in Kraft getretene Rheinlandabkommen sah für die verschiedenen von französischen, britischen, amerikanischen und belgischen Truppen besetzten Gebieten am linken sowie einem Teil des rechten Rheinufers unterschiedliche Besatzungsfristen vor: fünf bis 15 Jahre.
Im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg wird oft versucht, die wirkliche Anzahl der nach dem Krieg in Deutschland stationierten Truppenkontingente (immerhin einige hunderttausend Soldaten!) zu verschleiern. Diesen Soldaten widmet die Bundesfinanzakademie in Brühl nun eine Ausstellung. Anhand von Postkarten, die von den französischen Soldaten geschrieben wurden, werden die damaligen Lebensumstände beleuchtet.

Wie schon der Titel der Ausstellung zeigt, liegen die schlechten Erinnerungen an die Zeit „bevor Franzosen und Deutsche Freunde wurden“ nun aber hinter uns. Die Ausstellung läuft bis auf weiteres.

Bundesfinanzakademie - Steuermuseum
im Bundesministerium der Finanzen
Willy-Brandt-Straße 10
50321 Brühl

- Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30 Uhr – 15 Uhr und nach Vereinbarung
Eintritt frei

- Weitere Informationen

Letzte Änderung 15/06/2012

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