Bestimmungen zu Geschwindigkeitsbegrenzung, Umweltzone und Fahrverbot

Tempolimit auf Landstraßen

In Frankreich gilt ab dem 1. Juli 2018 auf zweispurigen Straßen ohne bauliche Trennung eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.
Dieses Tempolimit gilt auch dann, wenn eine betroffene Straße noch nicht neu beschildert wurde.
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Umweltzonen und Plakettenpflicht

Im Juli 2016 wurden in Frankreich die Umwelt-Plakette Crit’Air und die dazugehörigen Umweltzonen eingeführt. Für im Ausland angemeldete Fahrzeuge ist die Vignette seit April 2017 Pflicht.
Bei zu hoher Belastung kann bestimmten Fahrzeugen der Zugang zu den Umweltzonen verwehrt werden. (siehe Wetterbedingte Umweltzonen und regionale Luftschutzzonen)
Die Plaketten können nicht für Oldtimer ausgestellt werden (H-Kennzeichen). Eigentümer solcher Fahrzeuge können sich z.B. bei der Gesellschaft Green Zones darüber informieren, wo ihre Fahrzeuge zulässig sind. Hier gibt es tatsächlich große Unterschiede: Zum Beispiel lässt Paris solche Fahrzeuge zu, wohingegen sie im Zentrum von Grenoble grundsätzlich verboten sind.
Die Plaketten können online bestellt werden. Dafür muss das Kennzeichen, das Datum der Erstzulassung und die EURO-Norm (oder der Schadstoffschlüssel) des Fahrzeuges bekannt sein.
Weitere Informationen:
Umweltzonen in Frankreich: Plakettenpflicht auch für Ausländer
Weiterführende Informationen zu den Plaketten und den Bestimmungen
Liste der Umweltzonen in Frankreich
Die Vignette online kaufen
Informationen über Ausnahmen
Informationen über Umweltplaketten in Europa

Wetterbedingte Umweltzonen und regionale Luftschutzzonen

Im Gegensatz zu den ständig gültigen Umweltzonen kommen die Einschränkungen bei den wetterbedingten Umweltzonen, auch Luftschutzzonen genannt, nur zum Tragen, wenn die Feinstaub-Belastungsgrenze an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. Die Vignette Crit’Air ist dann nur an bestimmten Tagen Pflicht.
Neben den wetterbedingten Umweltzonen mit festen geographischen Grenzen (z. B. Lyon, Strasbourg, Toulouse, Lille) gibt es noch je nach Departement regionale Luftschutzzonen. D.h., dass im Falle einer Überschreitung der Feinstaubbelastung der Präfekt eines Departements festlegt, welche Städte/ Kommunen von einem Fahrverbot für bestimmte Fahrzeuge betroffen sind.
Welche Fahrzeuge genau wann und wo von einem etwaigen Fahrverbot betroffen sind, erfahren Sie unter www.crit-air.fr/de oder mithilfe der Green-Zones-App.

06er und 07er Kennzeichen und Ausfuhrkennzeichen

Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen, das in Deutschland Händlern und Sammlern vorbehalten ist, dürfen in Frankreich nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Um ein Fahrzeug nach Frankreich zu überführen, sind ausschließlich zeitlich begrenzte Ausfuhrkennzeichen gültig.

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Warentransport mit Lkw

Laut Verordnung vom 2. März 2015 zum zeitweiligen Fahrverbot für Fahrzeuge des Güterverkehrs ist es Straßengüterfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen verboten, an Samstagen und am Tag vor Feiertagen zu fahren. Zudem sieht die Verordnung besondere Fahrbeschränkungen auf bestimmten Autobahnabschnitten in der Region Ile-de-France vor.
Diese Regelung für den Straßengüterverkehr gilt für alle Spediteure und Transportunternehmen. Die Ziele dieser Maßnahmen, die im Interesse aller festgelegt wurden, sind die Gewährleistung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses sowie der Schutz vor unlauterem Wettbewerb. Sie dienen ebenfalls dazu, die Arbeitsbedingungen, das Familien- und Privatleben der Fernfahrer zu schützen.

In der Verordnung vom 2. März 2015 sind zudem dauerhafte Ausnahmeregelungen festgelegt, darunter für Fahrzeuge, die Materialien für wirtschaftliche, sportliche, kulturelle, pädagogische und politische Veranstaltungen transportieren, unter der Bedingung, dass diese zwei Tage vor oder nach der Fahrt stattfinden. Die Fahrzeuge dürfen nur im beladenen Zustand fahren.

Ausnahmen (in französischer Sprache)

Allgemeine Informationen (in französischer Sprache)
Kalender für Fahrverbote 2018 (in französischer Sprache) [PDF]

Letzte Änderung 16/08/2018

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