Bildung: Grandes écoles - Elitehochschulen [fr]

Die grandes écoles, eine Besonderheit des französischen Hochschulwesens, stellen die Führungskräfte in Politik, Wirtschaft, Militär, Industrie und Verwaltung. Sie sind von den Universitäten und untereinander unabhängige Eliteschulen, die den zuständigen Fachministerien oder direkt dem Premierminister (ENA) unterstehen. Die Direktoren werden vom Staat ernannt. Die Studienprogramme und Ausbildungsziele werden von den Schulen selbst unter Aufsicht der jeweils zuständigen Behörde und unter Einflussnahme der Wirtschaft erstellt. Die Ausbildung ist in erster Linie praxisorientiert; die Forschungsaktivitäten sind zweitrangig.

Die ersten grandes écoles sind bereits im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden. Sie bildeten anfänglich hauptsächlich Ingenieure aus. Als Reaktion auf die Entwicklung der Technik und den steigenden Bedarf der Industrie an Fachleuten wurden nach und nach spezialisierte Hochschulen gegründet. Deren Ansehen war, bis auf wenige Ausnahmen, bis Mitte des 20. Jahrhunderts eher geringer als das der Universitäten, heute ist es jedoch entschieden höher. Das liegt nicht zuletzt an den strengen Auswahlverfahren und der entsprechend begrenzten Zahl der Diplome, die vergeben werden.

 

- Weitere Informationen zum System der grandes écoles

- Conférence des grandes écoles

- Informationen zur ENA

Letzte Änderung 07/02/2019

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