Botschafter im Europäischen Satellitenkontrollzentrum der ESA und dem Sitz der EUMETSAT [fr]

PNG Während seines Besuches in Hessen am 10. März 2015 besichtigte der französische Botschafter das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESOC der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt. Es ist seit 1967 für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich.

Der Botschafter wurde vom ehemaligen deutschen Astronauten und heutigen ESA-Direktor und Zentrumsleiter des ESOC, Thomas Reiter, empfangen und besuchte unter anderem das Kontrollzentrum der Weltraummission Rosetta. Die Raumsonde Rosetta wurde am 2. März 2004 von der Trägerrakete Ariane 5 in den Weltraum befördert. Am 12. November 2014 gelang eine Weltpremiere, als die Landeeinheit Philae auf dem Kometen Tschurjumov-Gerasimenko abgesetzt wurde. Die wichtigste Aufgabe der Rosetta-Mission ist die Erforschung des Sonnensystems durch das Sammeln von Informationen auf dem Kometenkern.

Der Botschafter Philippe Etienne begrüßte diesen bemerkenswerten Erfolg der europäischen Raumfahrt, der auch der deutsch-französischen Kooperation zu verdanken sei. Der Lander Philae wurde unter der Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR in Zusammenarbeit mit der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaut.

Darüber hinaus besuchte der Botschafter den Sitz der zwischenstaatlichen Organisation EUMETSAT in Begleitung ihres Generaldirektors Alain Ratier. Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT betreibt mehrere europäische geostationäre Wettersatelliten, die Daten zur Wetterlage und zum Klima liefern. Diese Daten bilden die Grundlage zur modernen Wetterbeobachtung und –vorhersage und liefern langfristige Informationen zur Klimaveränderung oder zur globalen Erwärmung.

Im Hinblick auf den kommenden UN-Weltklimagipfel COP21 unter französischem Vorsitz und angesichts des Engagements Frankreichs im Kampf gegen den Klimawandel betonte der Botschafter, wie wichtig es sei, dass Europa auch weiterhin eine weltweite Referenz bei der Verwaltung und Nutzung meteorologischer Instrumente sowie bei der Umweltüberwachung bleibt, z. B. im Rahmen des europäischen Programms Copernicus mit seinen Sentinel-Satelliten.

Zudem wurde auf das starke Engagement Frankreichs und Deutschlands bei der Entwicklung der Satelliten der 3. Generation, darunter die METEOSAT-Wettersatelliten, verwiesen. Beide Länder tragen zu gleichen Teilen die finanzielle Hauptlast an diesem Projekt.

Letzte Änderung 28/04/2015

Seitenanfang