Buchkritik: Der Prix des lycéens allemands 2017 geht an Charlotte Erlih [fr]

GIF Am 14. Oktober 2017 war es wieder so weit. Der dem berühmten Prix Goncourt des lycéens nachempfundene Prix des lycéens allemands wurde auf der Frankfurter Buchmesse von einer Schüler-Jury aus den 16 Bundesländern an die Jugendbuchautorin Charlotte Erlih für ihren Roman 20 pieds sous terre (Actes Sud Junior) vergeben.

Der in Pariser U-Bahntunneln spielende Thriller von Charlotte Erlih hatte sich dabei gegen Les Petites reines von Clémentine Beauvais, La Traversée von Jean-Christophe Tixier und Le frère de Simone von Eva Kavian durchgesetzt. Alle vier Werke drehen sich um Jugendliche, die sich ausgegrenzt fühlen und vor dem Problem stehen, sich selbst oder andere annehmen und abstrakte und konkrete Hindernisse überwinden zu müssen.

3000 Französisch-Schüler aus bundesweit 230 Schulen hatten unter Federführung des Instituts français Deutschland und unter Anleitung von 280 Lehrern alle vier Romane gelesen und bewertet.

Die seit 2005 traditionell eigentlich auf der Leipziger Buchmesse im Frühjahr vorgenommene Verleihung des vom Klett-Schulbuchverlag mit 5000 € dotierten Preises fand aufgrund des Ehrengastauftritts Frankreichs dieses Mal ausnahmsweise auf der Frankfurter Buchmesse statt.

Botschafterin Anne-Marie Descôtes hob in ihrer Laudatio das Engagement und die Lesefreude der Schülerinnen und Schüler hervor, die die Sprache als Brücke zwischen unseren Kulturen und nicht als Hindernis begriffen hätten. Sie verkörperten damit „die Lebendigkeit der deutsch-französischen Freundschaft und stehen beispielhaft und hoffnungsvoll für dieses Engagement und diese Offenheit junger Menschen, die wir für die Zukunft Europas brauchen.“ Denn die Kultur sei das, was Europa am stärksten zusammenhalte, schloss die Botschafterin mit den Worten des Staatspräsidenten.

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Botschafterin Anne-Marie Descôtes mit den Schüler-Juroren bei der Preisverleihung
© Klett-Verlag

-  Weitere Informationen zur Preisverleihung

Letzte Änderung 20/08/2019

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