COP23: Frankreich international und national aktiv für den Klimaschutz [fr]

Vom 6. bis zum 17. November 2017 findet im Sitz des UNO-Klimasekretariats (UNFCCC) in Bonn die 23. Weltklimakonferenz (COP23) unter dem Vorsitz der Fidschi-Inseln statt.

Bei der Konferenz, zu der bis zu 25.000 Teilnehmer aus allen Ländern und Erdteilen erwartet werden, geht es in erster Linie darum, Regeln zur Umsetzung des Pariser Klimaübereinkommens von 2015 auszuarbeiten und mit dem sogenannten Talanoa-Dialog den bisher nicht ausreichenden Bemühungen zu der in Paris angestrebten Begrenzung des Temperaturanstiegs auf unter 2 Grad einen neuen Schwung zu verleihen, um sich so im Hinblick auf die COP24 anspruchsvollere Ziele setzen zu können.

Neben Staatspräsident Emmanuel Macron, der sein Kommen zum Abschluss der Konferenz angekündigt hat, werden auch Umweltminister Nicolas Hulot sowie weitere mit dem Thema befasste Kabinettsmitglieder an den Arbeiten in Bonn teilnehmen.

COP23: Frankreich aktiv und solidarisch

Frankreich geht es bei der COP23 im Dialog über die nächsten Schritte zur gemeinsamen Implementierung der Klimaziele besonders um die Frage, wie das 2-Grad-Ziel angesichts der Tatsache, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, zu erreichen ist.

Mit den über seine Entwicklungsagentur (AFD) vorgenommenen Anpassungshilfen an die durch den Klimawandel besonders bedrohten Staaten in Höhe von 1,2 Mrd. € pro Jahr bis 2020 leistet Frankreich schon jetzt einen wichtigen Beitrag. Des Weiteren unterstützt es auch den Aufbau des meteorologischen Frühwarnsystems CREWS (Climate Risk and Early Warning System) in besonders gefährdeten Regionen mit 10 Millionen € pro Jahr.

„Frankreich ist seit der COP21 ein Wächter der universellen Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel“, Nicolas Hulot, französischer Umweltminister.

Plan climat: Frankreich setzt Klimaziele national um

Mit dem am 6. Juli 2017 vorgestellten Plan climat von Umweltminister Nicolas Hulot will Frankreich auch national deutliche Schritte einleiten, um den Energiewandel zu beschleunigen und den Klimawandel so zu verlangsamen. Mit Blick auf die Erreichung der Klimaziele setzt der Plan setzt dabei auch stark auf Forschung und Innovation.

Laut Umweltminister Hulot steht der Plan für die operationelle Umsetzung des Pariser Übereinkommens auf nationaler Ebene. Er sieht vor:

die Beendigung des fossilen Energiezeitalters und die Herstellung der CO2-Neutralität bis 2050
die Sicherung eines internationalen Spitzenplatzes im Bereich der grünen Wirtschaft
die Nutzung des Potentials der Ökosysteme und der Landwirtschaft
die Steigerung der Lebensqualität im Alltag

Zu den Umsetzungsmaßnahmen gehören dabei auch die stufenweise Abschaffung der Preisdifferenz zwischen Normalbenzin und Diesel und die Schließung aller Kohlekraftwerke bis 2022 sowie die Reduzierung des Anteils des Atomstroms auf 50% bis 2025.

Die Kohleförderung ist in Frankreich schon 2004 beendet worden.

Französischer Pavillon bei der COP23

In seinem Pavillon in Bonn präsentiert Frankreich einen Parcours mit vier Themenschwerpunkten:

-  Verstehen, worum es geht
-  Vorstellung des französischen Klimaplans
-  Austausch mit Akteuren des Klimaschutzes auf 40 Veranstaltungen während der COP23 (Programm)
-  Selbst aktiv werden in der Gemeinschaft Make Our planet Great Again

Das Pariser Klimaübereinkommen: Eine historische Etappe für das Klima

Bei der COP 21 in Paris haben 195 Länder das Pariser Klimaübereinkommen unterzeichnet. Dabei kamen sie überein, Maßnahmen zu ergreifen, um den durchschnittlichen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad im Verhältnis zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken. Bis heute haben 169 Staaten das Abkommen ratifiziert. Bei der Umsetzung kommt es neben den Staaten auch auf das Engagement von Nicht-Regierungsorganisationen an.

Letzte Änderung 21/11/2017

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