César 2013 ehrt Emmanuelle Riva als beste französische Schauspielerin [fr]

Es war ein bewegender Moment bei der Verleihung des französischen Filmpreises am 23. Februar 2013 im Pariser Théâtre du Châtelet, als die 85-jährige Emmanuelle Riva mit dem César für die beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.

Rivas ergreifendes Spiel in Michael Hanekes Drama Liebe, in dem sie mit großer Würde gegen den körperlichen und geistigen Verfall ankämpft, hat alle Welt berührt. „Mit dieser Rolle habe ich nicht mehr gerechnet“, so die Schauspielerin. „Es war ein großes Glück, an diesem Punkt meines Lebens so etwas Wunderbares erfahren zu dürfen, ein Thema, das uns alle betrifft“, erklärt Emmanuelle Riva. Sie habe sich sofort in das Drehbuch verliebt und eine „große Leidenschaft für das Thema und für die Rolle“ entwickelt, sodass sie während der Dreharbeiten sogar am Filmset übernachtete.

Bei der Verleihung der britischen Bafta-Awards wurde die Grande Dame des französischen Films als beste Schauspielerin ausgezeichnet, und in Los Angeles gehörte sie zu den Oscar-Anwärterinnen. Die französisch-deutsch-österreichische Produktion Liebe mit Jean-Louis Trintignant an der Seite von Emmanuelle Riva fährt derzeit eine Trophäe nach der anderen ein: Goldene Palme in Cannes, Golden Globe, Bafta-Award und zuletzt einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Breite Bekanntheit erlangte Emmanuelle Riva 1959, im Alter von 32 Jahren, mit ihrer Darbietung in dem Meisterwerk Hiroshima mon amour von Alain Resnais. Einmal Liebe, immer Liebe – Liebe für den Film, Liebe für das Leben. „Unser Beruf“, so Emmanuelle Riva in ihrer Dankesrede bei der César-Verleihung, „ist ein Geben und Nehmen, er fordert immer wieder zum Leben auf“. Und das Leben fordert immer wieder zur Liebe auf.

Letzte Änderung 28/02/2013

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