Chancengleichheit: Ein deutsch-französisches Pilotprojekt für benachteiligte Stadtviertel [fr]

JPEGDas Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), das deutsche Institut für Migration und Sicherheitsstudien (IMSS), der Berliner Bezirk Neukölln und der Pariser Vorort Clichy-sous-Bois haben zwischen 2010 und 2012 gemeinsam an einem Pilotprojekt gearbeitet, das auf die Förderung von Integration und Chancengleichheit Jugendlicher in benachteiligten Sozialräumen abzielte. Beide Städte sehen sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert: Jugendarbeitslosigkeit, Armut, Verzweiflung bei jungen Immigranten und Kriminalität.

Zur Lösung dieser Probleme wurden unterschiedliche lokale, aufeinander abgestimmte Strategien und Methoden entwickelt. Zu diesem Zweck gab es im Rahmen des Projektes einen beständigen Austausch zwischen den verschiedenen Experten der Verwaltung, der Polizei, der Justiz, des Gerichtswesens, den Schulen und Vereinigungen.

Bei diesem Austausch ist ebenfalls ein Theaterprojekt entstanden. Schülerinnen und Schüler aus Clichy-sous-Bois und Neukölln haben zusammen das Theaterstück von Yasmina Reza „Drei Mal Leben“ bearbeitet und es mit zwei selbstgeschriebenen Versionen aus Clichy-sous-Bois und Neukölln bereichert, so dass das Stück jetzt „Fünf Mal Leben“ heißt. Zwei weitere Klassen aus Neukölln und Clichy-sous-Bois beschäftigten sich mit Yasmina Rezas Theaterstück „Der Gott des Gemetzels“.

Vom 17. bis 19. Oktober 2012 findet eine Bilanzierung dieses Projektes in der „Werkstatt der Kulturen“ in Berlin Neukölln statt. Während der Abschlusskonferenz werden die verschiedenen Teilaktivitäten der dreijährigen Projektlaufzeit in Anwesenheit der Teilnehmer ausgewertet und neue Perspektiven und Formen der Kooperation im Rahmen von Runden Tischen, interaktiven Arbeitsgruppen und künstlerischen Aufführungen entwickelt.

Weitere Informationen unter:
www.ofaj.org

Letzte Änderung 08/10/2012

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