Comic-Festival von Angoulême gibt kräftiges Lebenszeichen der Branche [fr]

GIF Das 41. internationale Comic-Festival von Angoulême, das vom 30.Januar bis zum 2.Februar 2014 stattfand, gab nicht nur ein wichtiges Lebenszeichen der Branche, sondern bewies aufs Neue, warum Frankreich in Europa der sichere Hort dieses Genres ist. Die Eröffnung des Salons stand in diesem Jahr unter dem Eindruck des Todes des großen französischen Comic-Zeichnern François Cavanna (Les Ritals), der am Vorabend der Eröffnung im Alter von 90 Jahren verstorben war.

Der große Preis von Angoulême ging in diesem Jahr an den Amerikaner Bill Watterson für seinen von 1985 über 10 Jahre laufenden Comic-Strip «Calvin et Hobbes». Die nach den großen Denkern benannten Hauptfiguren Calvin, ein sechsjähriger Junge aus einem Vorort einer unbekannten amerikanischen Stadt, und sein scheinbar lebendiger Stofftiger Hobbes führen den Leser dabei in die Dialektik der verschiedenen Sichtweisen der Welt ein.

Bill Watterson setzte sich dabei in einem Online-Autoren-Voting in zwei Wahlgängen durch. An der Abstimmung hatten über 1500 Comic-Autoren teilgenommen.

Der Fauve d’or-Preis für das beste Album ging an Alfred (Verlag Delcourt) für „Come prima“ und der Publikumspreis an «Mauvais Genre» (Verlag Delcourt) von Chloé Cruchaudet.

Der Comic, auch wirtschaftlich weiter erfolgreich

Der Comic erfreut sich in Frankreich ungebrochener Beliebtheit und trotzt der Krise des Buchhandels. Der Umsatz stieg 2013 um 1,4% auf 417 Mio. €, wovon insbesondere die kleinen Fachgeschäfte mit einem Umsatzsprung von 7,8% profitierten.

Insgesamt wurden 36 Mio. Bände abgesetzt. Das meistverkaufte Album war dabei mit insgesamt 1,6 Mio. Exemplaren der im Oktober erschienen Band Asterix bei den Pikten. Der beste Newcomer auf dem französischen Markt ist der amerikanische Comic Walking Dead von Charlie Adlard und Robert Kirkmann mit 520 000 verkauften Exemplaren.

- Festival d’Angoulême

Letzte Änderung 04/02/2014

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