Das Buch – ein wichtiger Bestandteil des kulturellen deutsch-französischen Austauschs [fr]

50 Jahre Elysée-Vertrag über die deutsch-französische Freundschaft: In der Kultur und besonders auch im Buchsektor ist die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich aufgrund unseres engen und regelmäßigen Austauschs heute lebendiger denn je. Der beste Beweis dafür, dass die Liebe für Literatur über die Grenzen hinweg verbindet, war das deutsch-französische Treffen der Belletristik-Verlage am 29. und 30. Mai 2012 in Berlin.

Dieser Austausch zwischen Vertretern der Verlagsbranche dies- und jenseits des Rheins fand nun schon zum vierten Mal statt. Veranstalter sind das BIEF (Bureau International de l’Edition Française) und das Büro für Buch und Verlagswesen der Französischen Botschaft mit der Unterstützung der Frankfurter Buchmesse. Eine kurze Bilanz:

-  Bei den Übersetzungen ins Französische, haben die französischen Verlage im Jahr 2010 für insgesamt 125 deutsche Titel (Belletristik) Rechte erworben (Quelle: Electre/Livres Hebdo). Umgekehrt haben sich die deutschen Verlage Übersetzungsrechte für 134 französische Titel gesichert.
-  Mit über tausend unterzeichneten Verträgen in sämtlichen Literatursparten ist Deutsch bei den Übersetzungen aus dem Französischen im Jahr 2011 an die erste Stelle gerückt (Quelle: SNE /BIEF).

Warum ist das gegenseitige Interesse an unseren literarischen Schöpfungen so groß? In Deutschland begeistern vor allem jene Autoren aus Frankreich, die universelle Themen beleuchten, wie der afghanischstämmige Schriftsteller Atiq Rahimi oder auch der Algerier Yasmina Khadra, beide von Ulrike Ostermeyer (Programmleiterin Ullstein-Verlag) veröffentlicht. Die Franzosen hingegen haben eine weniger festgelegte Wahrnehmung der deutschsprachigen Literatur, „sie sind einfach nur auf der Suche nach guten Büchern, ganz gleich aus welchem Land“, so Jean Mattern, der bei Gallimard für ausländische Literatur verantwortlich ist.

Über die Inhalte hinaus arbeiten die deutschen und französischen Verlage ebenso leidenschaftlich an gemeinsamen Positionen für den Erhalt der europäischen Buchindustrie. Denn beide Länder sind überzeugt, dass die Verlagsbranche eine wesentliche Rolle bei der Weitergabe der Werke und des Wissens spielt.

Letzte Änderung 06/08/2012

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