Der französische Staat beteiligt sich an Industrieunternehmen Alstom [fr]

GIF Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hat am 20. Juni 2014 angekündigt, dass der französische Staat im Rahmen eines Bündnisses mit dem US-Konzern General Electric mit 20 % beim Industrieunternehmen Alstom einsteigen wird. Die Angebote der beiden anderen Bieterfirmen Siemens und Mitsubishi Heavy Industries wurden dagegen nicht berücksichtigt.

Die Behörde für Unternehmensbeteiligungen hat mit dem Mehrheitsaktionär von Alstom, dem Unternehmen Bouyges, das 29,4% der Aktien hält, eine Vereinbarung zur Übernahme von Anteilen getroffen. Diese erlaubt es dem Staat, 20% der Anteile an Alstom zu übernehmen, so das Wirtschaftsministerium. Der Staat kann dabei die Kaufoption zum jeweiligen Marktpreis mit einem Rabatt in den nächsten 20 Monaten ausüben. Die Vereinbarung sieht zudem eine sofortige leihweise Überlassung von Aktien an den Staat vor, die es ihm gestattet, sofort 20% der Stimmrechte bei Alstom auszuüben. Bouyges unterstützt zudem die Entsendung von zwei Staatsvertretern in den Aufsichtsrat von Alstom.

Minister Montebourg betonte, dass durch den Einstieg des Staates in das Kapital von Alstom die Effizienz und die Beständigkeit dieses Bündnisses gewährleistet werde.

In einem Schreiben habe er GE-Chef Jeff Immelt die Bedingungen für dieses Bündnis dargelegt. Mit seinem Einstieg sichere der Staat sein Mitspracherecht und für den Fall, dass GE seine Beschäftigungszusagen nicht einhält, könnten Strafen auferlegt werden.

Der Bereich Nuklear- und Dampfturbinen sowie alle Aktivitäten des Energiewandels sollen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit jeweils 50 %-iger Beteiligung von Alstom und GE überführt werden, in dem die Regierung über Mitspracherechte verfügt.

Nun sei es am Verwaltungsrat von Alstom, mit GE in exklusive Verhandlungen einzusteigen, so Arnaud Montebourg.

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Letzte Änderung 11/08/2014

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