Deutsch-französischer IT-Dienstleister AtoS, ein diskreter Gewinner der Olympischen Spiele in London [fr]

JPEG Die Olympischen Spiele sind die Sportveranstaltung, die weltweit am häufigsten in den Medien übertragen wird und die Spiele in London waren wahrscheinlich das am häufigsten auf digitalen Datenträgern verfolgte Ereignis.

Welche Herausforderungen barg das für die Organisatoren? Sie mussten das Informationsbedürfnis von tausenden Journalisten, 8 Millionen Stadionzuschauern, zehntausenden Internetnutzern und 4 Milliarden Fernsehzuschauern befriedigen. Das bedeutete unter anderem, dass sie den weltweiten Medien das Wettkampfergebnis übermitteln mussten, noch bevor der Jubel der Londoner Zuschauer ertönte/losbrach. So musste beispielsweise in nur 0,3 Sekunden die spektakuläre Leistung des jamaikanischen Läufers Usain Bolt von 9,63 Sekunden auf der 100m-Strecke von London nach Sydney übertragen werden.

Für die gesamten Informationssysteme und die digitale Architektur der Olympischen und der Paralympischen Spiele in London war ein Unternehmen zuständig: das deutsch-französische Aushängeschild AtoS. Der IT-Dienstleister entwickelte, installierte und steuerte erfolgreich einen Großteil der technologischen Lösungen, mit deren Hilfe sich die Athleten in Echtzeit über die Wetterbedingungen informieren und die Organisatoren die 25.000 Akkreditierungen für Journalisten und Besucher verwalten konnten. Sie ermöglichten außerdem die Einrichtung einer Informatikinfrastruktur für alle 35 Wettkampfstätten, an denen die Spiele stattfanden.

Ziel: Keine E-Mails

Keine E-Mail-Nutzung mehr für die Arbeit? Dass es möglich ist, zeigt AtoS. Seine Mitarbeiter nutzten mehrheitlich gemeinschaftliche Arbeitssysteme, um die Informationen während der Olympischen Spiele zu verwalten und zu verbreiten. Das Ergebnis: Nicht eine ungelesene Nachricht in der Mailbox! Der Erfolg beruht auf einer internen, von AtoS durchgeführten Kampagne, bei der es darum ging, die Flut überflüssiger Daten aus dem Arbeitsumfeld oder aus dem täglichen Leben zu vermeiden. Jedoch wird erst die Zukunft zeigen, ob diese Kampagne die Arbeitsmethoden einer größtmöglichen Nutzergemeinschaft tiefgreifend beeinflussen kann.

Wie entstand AtoS?

AtoS ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem französischen Atos Origin (mit den Schwerpunkten transaktionsbasierte Hightech-Services, Beratung und Technologie-Services, Systemintegration sowie Outsourcing-Dienstleistungen) und der IT-Sparte IT Solutions and Services des deutschen Unternehmens Siemens, dem das großgeschriebene „S“ in AtoS zu verdanken ist. Siemens hält etwa 15% der Anteile am IT-Dienstleister und ist damit der größte Aktionär von AtoS. Beide Unternehmen teilen die gleiche Angebotspalette: Siemens bietet seinen Kunden die Dienstleistungen von AtoS an und umgekehrt.

Beide Unternehmen profitieren von dieser Zusammenarbeit: Siemens konnte sein Tätigkeitsfeld auf das Gebiet der neuen Technologien im Kommunikationsbereich ausweiten und AtoS seine Kenntnisse um das industrielle Know-how von Siemens erweitern.

AtoS ist somit das führende europäische IT-Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Frankreich. Es beschäftigt 75.000 Mitarbeiter in 48 Ländern und sein Erfolg ist nicht von der Hand zu weisen: AtoS wurde bereits als Partner für die nächsten Olympischen Winterspiele in Sotchi 2014 und die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016 ausgewählt.

Letzte Änderung 24/08/2012

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