Deutschland und Frankreich laden zu Weltgesundheitsgipfel in Berlin

Zu dem auf Initiative der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Paris Descartes veranstalteten ersten Weltgesundheitsgipfel in Berlin (15. bis 18. Oktober 2009) unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy haben sich hochrangige Forscher und Politiker aus der ganzen Welt angesagt.

Neben Kanzleramtsminister Thomas de Maizière und dem französischen Außenminister Bernard Kouchner (Gründer von „Ärzte ohne Grenzen“) haben Minister sowie Staatssekretäre aus vier Kontinenten ihr Kommen zugesagt. Auch von wissenschaftlicher Seite ist Frankreich prominent vertreten. Angekündigt haben sich: der Nobelpreisträger für Medizin, Luc Montagnier, der Generaldirektor der Gesundheitsbehörde und Regierungsbeauftragten für den Kampf gegen die Grippe, Didier Houssin, der Generaldirektor des Nationalen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung INSERM, André Syrota, der Präsident der Universität Paris-Descartes und das ehemalige Mitglied des nationalen Ethikrates, Axel Kahn, sowie der frühere Lehrstuhlinhaber für Neuropharmakologie am "Collège de France" Jacques Glowinski.

In Berlin anwesend sein werden auch die ehemalige Staatspräsidentin Irlands und derzeitige Präsidentin der Global Alliance for Vaccines and Immunisation (GAVI) Mary Robinson sowie voraussichtlich US- Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius, die Präsident Obamas ambitionierte Reformen des amerikanischen Gesundheitswesens umsetzen soll. Während des Gipfels soll auch eine Allianz von acht führenden medizinischen Universitäten und Academic Health Centers, die M8-Allianz [1], gegründet werden, um diesem Ziel international Nachdruck zu verleihen.

Der erste Tag des Gipfels dient der Analyse geopolitischer Strategien für globale gesundheitliche Fragen. Dabei geht es unter anderem um den Kampf gegen Pandemien wie die kürzlich erstmals aufgetretene „Neue Grippe“ und die Bezahlbarkeit des rasanten medizinischen Fortschritts. Hier knüpft die Diskussion am zweiten Tag an. Wie können medizinische Entdeckungen möglichst schnell großen Bevölkerungsteilen zugute kommen? Wer kann künftig den medizinischen Fortschritt bezahlen? Thema des dritten Tags sind wirkungsvolle Maßnahmen gegen die heranrückenden Gesundheitskrisen des 21. Jahrhunderts. Die Gesundheitssysteme müssen sich auf einen Ansturm alter Menschen genauso vorbereiten wie auf die Folgen des Klimawandels.
„Gesundheit ist ein universelles Menschenrecht, für das wir uns als Ärzte einsetzen müssen“, erklärt Prof. Ganten. „Die akademische Medizin muss eine Vorreiterrolle übernehmen, um den großen medizinischen und forschungsstrategischen Fragen der nächsten Jahre gerecht zu werden“, ergänzt Prof. Karl Max Einhäupl, Chef der Charité, die im Jahre 2010 ihr 300-jähriges Jubiläum feiert.

[1] Das M8-Bündnis umfasst die medizinische Fakultät der Charité in Berlin, die Universität Paris Descartes, die medizinische Fakultät von Kyoto, die Universität Jiao Tong von Shanghai, die chinesische Akademie für medizinische Wissenschaften, das Imperial College in London, die John Hopkins Universität (Baltimore) und die Monash Universität (Melbourne).

Weitere Informationen unter:

- www.worldhealthsummit.org

- Charité Universitätsmedizin Berlin

Kontakt:

Dr. Mazda Adli
Executive Secretary
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Tel: +49 30 450 570 003

Letzte Änderung 11/09/2013

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