Deutschland und Frankreich rücken dank neuer Zugverbindungen enger zusammen [fr]

Die Zahl der Bahnreisenden zwischen Deutschland und Frankreich nimmt immer mehr zu. 2012 werden rund 1,6 Millionen Menschen den Zug nehmen, um von einem Land in das andere zu reisen.

Aus diesem Grund beschlossen die beiden Bahngesellschaften, die Deutsche Bahn und die SNCF, die Transportkapazitäten ihrer Züge zu erhöhen. Dieser Zuwachs ist vor allem für die Südachse zwischen Paris und Stuttgart sowie ab September auch für Paris-München geplant. In diesem Zusammenhang ist der Bau einer neuen Bahnstrecke im Jahr 2016 vorgesehen.

Mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Rhin-Rhône am 23. März 2012 rückt das Mittelmeer noch näher an Deutschland heran. Die Reisezeit von Frankfurt am Main nach Lyon (5 Stunden 56 Minuten) und Marseille (7 Stunden 45 Minuten) verkürzt sich dadurch erheblich.

Die Bahngesellschaft Thalys ist ein gemeinsames Eisenbahnunternehmen der französischen SNCF, der Deutschen Bahn und der belgischen SNCB. Sie bedient die Strecken Paris-Köln und Paris-Brüssel-Amsterdam. Ihr Bahnangebot zwischen Paris und Essen soll in Kürze weiter ausgebaut werden. Nach Angaben von Franck Gervais, Geschäftsführer von Thalys, sollen bis Ende 2012 statt nur einem täglich drei Züge auf dieser Strecke verkehren.

Ziel dieser Initiative ist es, der gestiegenen Anzahl von Fahrgästen mit einem erweiterten Fahrangebot gerecht zu werden. Die Anzahl der Reisenden zwischen Deutschland und Paris über Brüssel ist im vergangenen Jahr um 3,7% gestiegen.

Letzte Änderung 02/07/2012

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