Die 7. Vendée-Globe-Einhandregatta mit bisher jüngstem Sieger [fr]

JPEG Nach einer Odysee von 78 Tagen, 2 Stunden und 16 Minuten ist der 29-Jährige François Gébart mit seinem Boot MACIF am 27. Januar um 18 Uhr 36 Minuten als Sieger der Weltumseglung der 7. Ausgabe des Vendée Globe wieder am Ausgangspunkt der Regatta in Les Sables d’Olonne (Vendée) eingelaufen. Am 10. November 2012 war hier auch der Startschuss für die siebte Ausgabe der Vendée-Globe, einer der härtesten Non-Stop-Regatten für Einhand-Segler gefallen.

Der aus der Charente stammende Segler lag dabei am Ziel 3 Stunden und 17 Minuten vor dem zweitplazierten Armel Le Cléac’h, den er am Kap Horn überholt hatte.

Die Vendée-Globe 2012/2013 stellte eine Reihe von Rekorden auf: jüngster Sieger, die erste Weltumrundung unter 80 Tagen, der geringste Abstand zwischen Sieger und Zweitplatzierten und schlussendlich ein Strecken-Tagesrekord für einen Einhandskipper.

Aber die Regatta ist noch nicht zu Ende. Alex Thompson und Pierre Dick kämpften auf dem Atlantik lange um den dritten Platz. Nachdem Dick vor den Azoren seines Kiels verlustig ging, ist aber auch hier die Entscheidung gefallen. Thompson wird am 30. Januar in les Sables d’Olonne erwartet.

- Classement

Die Vendée-Globe

Es ist weltweit die einzige Regatta, bei der die Skipper allein und ohne Halt den Globus umrunden. Alle vier Jahre startet dieses sportliche wie menschliche Abenteuer im Yachthafen von Les Sables d’Olonne im französischen Departement Vendée. Auf der 44 000 Kilometer langen Strecke umrunden die Hochseesegler den Globus von West nach Ost und passieren dabei – auf Backbord – die drei großen Kaps – Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Hoorn –, um dann wieder entlang des Golfs von Biskaya zum Ausgangspunkt an der französischen Atlantikküste zurückzukehren.

Die Schwierigkeit dieser Regatta, die den Skippern ein enormes sowohl physisches als auch psychisches Durchhaltevermögen abverlangt, hat ihr den Namen „Everest des Meeres“ eingebracht. Während der ganzen Zeit auf Hoher See wird den Teilnehmern keine Form von externer Unterstützung oder Versorgung (außer ärztlicher Hilfe) gewährt. So haben sich in Vergangenheit bereits skurrile Szenen abgespielt, wie etwa als der Franzose Yves Parlier sein Boot ganz allein neu bemastete oder Bertrand de Broc sich unter telefonischer Anweisung eines Arztes selbst die Zunge nähte.

Letzte Änderung 31/01/2013

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