Die Brücke von Coca von Maylis de Kerangal: Das Leben ist eine Baustelle [fr]

JPEGDer Bürgermeister von Coca, einer fiktiven Kleinstadt in Kalifornien, beschließt, eine gigantische Brücke bauen zu lassen, um aus seiner unbedeutenden Gemeinde eine Weltstadt des 21. Jahrhunderts zu machen und reißt so das verschlafene Nest aus seinem Dämmerschlaf. Angezogen von den Hoffnungen, die dieses pharaonische Großprojekt verheißt, diesem wirtschaftlichen Glücksfall in Zeiten der Krise, strömen die verschiedensten Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt nach Coca, um hier ihr Glück zu finden.
Die Autorin führt uns mitten hinein in einen menschlichen Schmelztiegel, in dem sich die unterschiedlichsten Schicksale vor dem Hintergrund der Globalisierung und der Erschütterung der Grundfeste kreuzen. Sie beschreibt eine moderne Odyssee, die, unter dem Einfluss der übereifrigen Ziele eines Mannes, die Zerbrechlichkeit der menschlichen Natur veranschaulicht.

Maylis de Kerangal wurde 1967 geboren und studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Rouen und Paris. Sie arbeitete zunächst als Verlegerin, bis sie selbst im Jahr 2000 ihren ersten Roman (Je marche sous un ciel de traîne, éditions Verticales) veröffentlichte. Aufmerksamkeit erlangte sie 2008 mit ihrem Roman Corniche Kennedy. Zwei Jahre später wurde sie für ihren siebten Roman Die Brücke von Coca, erschienen 2010, mit dem Literaturpreis Médicis ausgezeichnet.

- Französisch: Naissance d’un pont, 316 Seiten, Editions Verticales, 2010 (ISBN-13: 978-2070130504)

- Deutsch: Die Brücke von Coca, 287 Seiten, Suhrkamp Verlag, April 2012 (ISBN-13: 978-3518422922)

Letzte Änderung 31/05/2012

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