Die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur in Frankreich [fr]

JPEG Das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation hat im Oktober 2013 eine Studie über das wirtschaftliche Gewicht kultureller Aktivitäten in Frankreich veröffentlicht. Darunter fallen audiovisuelle Medien, darstellende Künste, Werbeagenturen, Architektur, visuelle Künste, Kulturerbe und kulturelle Bildung. Nicht mit eingeschlossen in die Studie sind indirekte Auswirkungen kultureller Aktivitäten auf andere Wirtschaftsbereiche, wie zum Beispiel die Tourismusbranche.

Im Jahr 2011 betrug die Produktion der französischen Kulturbranche 85 Milliarden Euro mit einer Wertschöpfung in Höhe von 40 Milliarden Euro. Dieser Wert entspricht der Gesamtproduktion abzüglich des Zwischenverbrauchs, d. h. der Summe aller Produkte oder Dienstleistungen (Rohstoffe, Strom usw.), die im Verlauf des Produktionsprozesses verbraucht wurden. Die Kulturproduktion ist unterteilt in einen marktbestimmten Bereich (69 Milliarden Euro), der sich aus dem Verkauf von Kulturgütern und -dienstleistungen von Unternehmen ergibt, und einen nicht marktbestimmten Bereich (16 Milliarden Euro), der den Kosten der Kulturproduktion von Behörden, öffentlichen Einrichtungen oder Vereinen entspricht. Das wirtschaftliche Gewicht der Kulturbranche, das heißt ihr Anteil an der Gesamtwertschöpfung des Landes, beträgt 2,2 %. Seit 2004 schrumpft dieser Wert, was hauptsächlich auf die sinkenden Aktivitäten in einigen Zweigen der Kulturindustrie (Verlagswesen, Presse, CDs) zurückzuführen ist.

Audiovisuelle Medien (Radio, Fernsehen, Kino, Video, Cds) machten im Jahr 2011 ein Viertel der Wertschöpfung im Kulturbereich aus. Darstellende Künste, Presse und Buch sowie das Kulturerbe kamen auf 18 % bzw. 15 % und 11 %. Ein Drittel der Gesamtwertschöpfung fiel auf die anderen Sparten (Werbeagenturen, Architektur, visuelle Künste, Kulturbildung).

- Hier geht’s zur Studie

Letzte Änderung 06/11/2013

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