Digitale Versammlung [fr]

Die Digitale Versammlung wird alljährlich von der Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission ausgerichtet und stellt einen von Debatten und Treffen umrahmten Höhepunkt für das gesamte digitale Ökosystem Europas dar.
Als letzte Veranstaltung aus dem Bereich Digitales der französischen EU-Ratspräsidentschaft wird die Digitale Versammlung 2022 am 21. und 22. Juni 2022 in Toulouse im Centre de Congrès Pierre Baudis abgehalten.

Seit Januar 2022 wurden unter der französischen EU-Ratspräsidentschaft im Rahmen der legislativen Arbeit im Rat zahlreiche Fortschritte verzeichnet. Insbesondere die erzielte Einigung über das Gesetz über digitale Märkte (DMA) sowie jenes über digitale Dienste (DSA) ist eine Weltpremiere und gab den Anstoß zur Schaffung eines sichereren digitalen Raums für Bürgerinnen und Bürger, der von fairen Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen umrahmt wird. Darüber hinaus stellt die Überarbeitung der NIS-Richtlinie eine reale Chance dar, um das Cybersicherheitsniveau innerhalb der EU zu erhöhen. Die Digitale Versammlung wird sich nach intensiven politischen Phasen geprägt von der Bekräftigung der digitalen Souveränität Europas und der Solidarität mit der Ukraine während der französischen EU-Ratspräsidentschaft nun der digitalen Zukunft Europas widmen. Es werden mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Toulouse und online erwartet, darunter viele hochrangige Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Die Digitale Versammlung 2022 findet zu einem bedeutenden Zeitpunkt statt, da Europa wichtige Projekte in der Regulierung der digitalen Welt erfolgreich abgeschlossen hat und gleichzeitig in den kommenden Jahren weiterhin vor großen Herausforderungen steht: die Vereinbarkeit zwischen dem grünen und dem digitalen Wandel, die technologische Souveränität, das Aufkommen neuer Technologien, die das Internet neu gestalten können, etc.

Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine kommen zudem wichtige Fragen bezüglich der Telekommunikation auf. Zu diesem Thema haben sich die EU-Ministerinnen und -Minister für Digitales bereits im Rahmen des informellen Treffens des Rates für Telekommunikation am 8. und 9. März in Nevers zusammengefunden. Mykhailo Fedorov, Vizepremierminister der Ukraine und Minister für digitale Transformation, wird aus der Ferne das Wort ergreifen. Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft, Finanzen und industrielle und digitale Souveränität sowie Thierry Breton, EU-Kommissar für den Binnenmarkt, werden sich ebenfalls auf der Veranstaltung äußern.

Die Plenarsitzungen der Digitalen Versammlung werden sich mit den folgenden Schwerpunkten befassen:

  • Der grüne und der digitale Wandel: Die Debatte wird sich mit der Frage befassen, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, den grünen Wandel zu begleiten, und wie der CO2-Fußabdruck der Branche besser gemessen und rationalisiert werden kann.
  • Die Widerstandsfähigkeit und die Zukunft der Wertschöpfungsketten: Diese Sitzung knüpft an den Gipfel von Versailles an und zielt darauf ab, die europäische Strategie für die Beherrschung der digitalen Wertschöpfungsketten im Sinne der digitalen Souveränität und der Nachhaltigkeit zu entwerfen.
  • Der Wiederaufbau der digitalen Infrastruktur der Ukraine: Angesichts des Krieges in der Ukraine werden der Zustand der ukrainischen Infrastruktur und die geplanten und künftigen Finanzierungen für ihren Wiederaufbau durch den öffentlichen und privaten Sektor erörtert.
  • Die Zukunft des Internets: Ziel ist es, die sozioökonomischen Auswirkungen der neuen immersiven Technologien genauer zu beleuchten sowie die besten Hebel ausfindig zu machen, um Europa eine Führungsposition bei der Beherrschung der für die Entwicklung dieser Technologien erforderlichen Technologiebausteine zu verschaffen.

Am Vormittag des 21. Juni werden im Vorfeld der Plenarsitzungen mehrere technische Workshops zu Fragen der öffentlichen Maßnahmen im digitalen Bereich veranstaltet: Entwicklung digitaler Kompetenzen in der EU, Schutz Minderjähriger im Internet, Förderung der europäischen digitalen Allmenden...

Letzte Änderung 28/07/2022

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