Digitale Wende: Staatspräsident Hollande kündigt umfangreichen Breitbandausbau an [fr]

JPEG Frankreich steht vor einer digitalen Wende, die das Land nachhaltig modernisieren soll. In diesem Zusammenhang hat Staatspräsident François Hollande in einer Rede in Clermont-Ferrand angekündigt, dass „in fünf Jahren 50 % und in zehn Jahren 100 % der Franzosen über einen Höchstgeschwindigkeits-Internetanschluss verfügen“ werden.

Höchstgeschwindigkeitsnetze basieren vor allem auf der Glasfaser-Technologie und ermöglichen eine Steigerung der Internetgeschwindigkeit von Computern und Handys um das zwei- bis zehnfache im Vergleich zu Hochgeschwindigkeitsnetzen. Das macht sie nicht nur zu einem bedeutsamen Faktor für die Wirtschaft, sondern auch zur Quelle vieler neuer Arbeitsplätze im Inland. Für den flächendeckenden Ausbau des Netzes müssten 10 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Darüber hinaus beinhaltet der Ausbau große Aufgaben für die Raumordnung und die Modernisierung der französischen Unternehmen.

Am 28. Februar 2013 findet ein Regierungsseminar zum Thema Digitalisierung statt, bei dem die Weichen für die praktische Umsetzung des Breitbandausbaus gestellt werden sollen.

Die Kosten für die digitale Wende belaufen sich auf über 20 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre und werden gemeinsam von den Telefongesellschaften, dem Staat und den Gebietskörperschaften getragen. Aus dem Topf der Großen Staatsanleihe sollen rund 150 Millionen Euro in Zukunftstechnologien wie cloud computing, Sicherheit von Informationssystemen, smarte Objekte u.a. investiert werden.

In seiner Rede in Clermont-Ferrand betonte François Hollande auch, wie wichtig die Versorgung mit Höchstgeschwindigkeitsnetzen für die am meisten von Armut betroffenen Bürger und für abgelegene Gebiete sei. In diesem Sinne sagte der Präsident: „die Höchstgeschwindigkeitsnetze werden unsere Wahrnehmung in Bezug auf diese Gebiete verändern, denn sie heben Entfernungen auf und fördern die Gleichheit.“

Letzte Änderung 27/02/2013

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