Energie: Sozialtarife für Geringverdienerhaushalte in Frankreich [fr]

JPEG Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise sind auch in Frankreich die steigenden Energietarife für zunehmend viele Haushalte zum Problem geworden. Seit 2004 gibt es deshalb Sozialtarife für den Bezug von Strom und seit 2008 auch für Gas. Zum Jahresbeginn 2013 ist durch die Erhöhung der Bemessungsgrundlage der Kreis der anspruchsberechtigten Haushalte von 963 000 (2011) auf etwa 1,4 Mio. erweitert worden.

Bezugsberechtigt sind Geringverdienerhaushalte für ihren Hauptwohnsitz, die einen Anspruch auf die Mindestkrankenabsicherung (CMU/ACS) haben.

Dies sind (Stand 1.1.2013) Einpersonenhaushalte mit monatlichen Einkünften von bis zu 893 € bzw. Zweipersonenhaushalte mit 1 339 €. Bei weiteren Personen im Haushalt erhöht sich der Betrag um jeweils 278 € pro Person.

Die betroffenen Haushalte erhalten für den Anschluss und einen festgelegten Grundbedarf eine Reduktion von etwa 200 € pro Jahr für Gas- und etwa 90 € für Stromkosten.

Zudem sind mit dem am 16.4.2013 veröffentlichten Gesetz zur verstärkten Energieeinsparung die Modalitäten für Lieferungskündigungen verschärft worden. Energieversorger dürfen vom 1. November bis zum 15. März eines Jahres bei Zahlungsverzug weder die Lieferung unterbrechen noch den Vertrag kündigen.

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Letzte Änderung 25/04/2013

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