Erste Konferenz für eine engere deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich nachhaltige Finanzen [fr]

Am 11. Dezember 2019 organisierte die Französische Botschaft die erste öffentliche Konferenz zur Stärkung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich nachhaltige Finanzen.

Die Konferenz zeigte, Finanzen sind kein Selbstzweck. Sie sollten vielmehr dem notwendigen Wandel der Wirtschaft dienen. Das umfasst:

  • der Finanzsektor und seine Aufsichtsbehörden ziehen Umweltrisiken und soziale Risiken als neue finanzielle Risiken in Betracht
  • die Aneignung und Definition einer neuen gemeinsamen Sprache
  • die Überprüfung von Transparenz- und Governance-Standards

Bei dieser Gelegenheit stellte Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, auch das ab 2020 geplante Projekt grüner Staatsanleihen des Bundes in Höhe von ca. 10 Mrd. € vor.

In den Gesprächsrunden wurde mehrere konkrete Ideen hinsichtlich der Stärkung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich nachhaltige Finanzen diskutiert:

  • eine Arbeitsgruppe innerhalb der deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung
  • der Schutz der europäischen Souveränität hinsichtlich der ESG-Daten (Environmental/Social/Governance)
  • die Einführung eines deutschen Äquivalents zum französischen Art. 173 (Gesetz zum Energiewandel vom 17.08.2015)
  • die notwendige Stärkung unserer gemeinsamen Expertise in Sachen Biodiversität, Klima und Soziales begleitend zur Energiewende

Odile Renaud-Basso, Generaldirektorin des Trésor in Frankreich, erklärte, dass Frankreich zusammen mit Deutschland die Einführung eines Standards zur nichtfinanziellen Berichterstattung von hoher Qualität anstrebe.

Wir danken den deutschen und französischen Panel-Teilnehmerinnen und Teilnehmern Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Nathalie Aufauvre, Banque de France, Antoire Sire, BNP Paribas, Andreas Hilka, Hoechst Gruppe, Odile Renaud-Basso, Generaldirektorin des französischen Fiskus, Jean-Jacques Barberis, Amundi, Kristina Jeromin, Deutsche Börse, Andreas Jung, MdB, sowie Matthias Kopp, WWF Deutschland für die Moderation.

Letzte Änderung 08/01/2020

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