Erster Weltkrieg: Sorge um deutsche Kriegsgräber in Frankreich [fr]

JPEG Bevor sich im kommenden Jahr der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal jährt und diese Zeit wieder in den Fokus der Geschichtswissenschaftler rückt, gibt die Instandhaltung deutscher Kriegsgräber in Frankreich Anlass zur Besorgnis. Bisher wurde die Instandhaltung der Gräber von den Familien der gefallenen Soldaten finanziert. Doch es gibt immer weniger Hinterbliebene und dementsprechend weniger Spenden für die Pflege dieser symbolträchtigen Gräber. Die Folge: 20 % der 218 000 deutschen Kriegsgräber auf französischem Boden sind der Gefahr der Verwahrlosung ausgesetzt.

Die schwarzen Kreuze, Beinhäuser und Nekropolen in den Departements Meuse, Marne und Somme gelten heute als Orte des kollektiven deutsch-französischen und europäischen Gedächtnisses. Alljährlich kommen freiwillige Reservisten und deutsche Soldaten nach Frankreich, um bei der Grabpflege zu helfen. Doch an einigen Stellen haben sich schon wilde Gräser und Pflanzen über die Grabsteine gelegt. Im Zuge der Gedenkfeierlichkeiten, die anlässlich der 100 Jahre Erster Weltkrieg auf beiden Seiten des Rheins geplant sind, erhält die Frage der Grabpflege besondere Dringlichkeit. Es ist zu hoffen, dass sich bald eine Lösung findet, damit die Erinnerung nicht langfristig von Unkraut überwuchert wird.

Photo © Denis Albin

Letzte Änderung 16/07/2013

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