Eurometropole Straßburg: Jetzt mit der Tram nach Deutschland [fr]

Am 29. April 2017 war es soweit. Im Rahmen der traditionellen Fête de l’Europe (29.4.-29.5.) wurde die Tram zwischen der Eurometropole Straßburg und ihrer deutschen Nachbarstadt Kehl am anderen Rheinufer nach dreijähriger Bauzeit unter dem Beifall von mehreren zehntausend Menschen eingeweiht.

Die grenzüberschreitende Linie D führt nun im Zeittakt zwischen 12 und 15 Minuten von der Straßburger Innenstadt über drei neue Stationen auf französischer Seite bis zum Bahnhof von Kehl. Sie verkürzt die Reisezeit zwischen den beiden Bahnhöfen im Vergleich zum Bus um 12 Minuten auf nur 21 Minuten.

Die neue Linie zwischen Deutschland und Frankreich hat auch eine symbolische Bedeutung als „politischer Ausdruck des europäischen Aufbauwerkes“, wie es der Straßburger Bürgermeister Roland Ries bei der Einweihung unterstrich.

© Jérôme Dorkel - Eurométropole Strasbourg
© Jérôme Dorkel - Eurométropole Strasbourg

Für die Verwirklichung der Neubaustrecke über 2,7 km mussten zwei neue Brücken (Bassin Vauban, Rhein) und eine Gleisunterführung im Hafen gebaut werden. 2018 wird dann die 1,2 km lange Verlängerung bis zum Kehler Rathaus fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 90 Mio. €, davon 23 Mio. auf deutscher Seite. Für die Verlängerung bis zum Rathaus Kehl werden noch einmal 38 Mio. € fällig.
Ein attraktives Angebot für Pendler und Autofahrer.

Die Verlängerung der Linie D war 2009 im Rahmen des Straßburger Konzepts Eurométropole auf den Weg gebracht worden. Die Tram erschließt die Hafenzone und anliegende Wohngebiete auf französischer Seite, führt zu einer besseren verkehrspolitischen Integration der Agglomeration Straßburg-Kehl und erleichtert das Leben für viele Pendler. Angesichts der hohen Parkgebühren in der elsässischen Metropole und der oft überlasteten Rheinbrücke ist sie auch ein attraktives Alternativangebot für die Autofahrer.

Letzte Änderung 17/07/2017

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