Europaweit Spitze: Französinnen bekommen im Schnitt 2,01 Kinder [fr]

JPEG Mit 2,01 Kindern je Frau verzeichnet Frankreich eine der höchsten Geburtenraten in Europa. In der Europäischen Union bekommen Frauen durchschnittlich 1,6 Kinder. Irland ist der geburtenreichste Mitgliedstaat.

Laut dem französischen Statistikamt INSEE leben 2013 65,8 Millionen Menschen in Frankreich. Gegenüber dem Vorjahr ergibt das einen Anstieg um 0,47 %, der weitestgehend darauf zurückzuführen ist, dass die Geburtenrate höher ist als die Sterberate.

Diese voraussichtlich anhaltende demografische Entwicklung verschafft Frankreich eine starke Stellung in der Europäischen Union. So könnte das Land bis Mitte des Jahrhunderts das bevölkerungsreichste Land der Gemeinschaft sein.

Der positive Trend, der in Frankreich unabhängig von der Wirtschaftslage und der Konjunktur zu sein scheint (60 % der jungen Französinnen und Franzosen geben an, eine Familie gründen zu wollen), ist zum großen Teil einer im europäischen Vergleich beispielhaften aktiven Familienpolitik zu verdanken. Dazu gehören eine Vielzahl von Familien- und Sozialleistungen - von der Kleinkindbeihilfe, über die kombinierte Leistung für Kleinkinder bis hin zum Erziehungsgeld -,ebenso wie Maßnahmen zur Förderung von Familien- und Arbeitsleben (Mutter- bzw. Vaterschaftsurlaub), steuerliche Vorteile und andere Vergünstigungen z.B: auch für kinderreiche Familien und natürlich gute Betreuungsstrukturen für Kleinkinder.

Die längere Studien- und Ausbildungsdauer sowie die zunehmende Zahl von Frauen auf dem Arbeitsmarkt bewirkt zwar einen weiteren Anstieg des Durchschnittsalters der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes (derzeit 31 Jahre), hat aber offensichtlich keinen Einfluss auf die Zahl der Geburten.

Letzte Änderung 31/10/2013

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