Außenhandelsbilanz 2014: Französisches Defizit erneut gesunken [fr]

Der Staatssekretär für Außenhandel, Tourismusförderung und Auslandsfranzosen, Matthias Fekl, gab am 6. Februar 2015 die Ergebnisse der Außenhandelsbilanz Frankreichs für 2014 bekannt.

Das Handelsdefizit sank im dritten Jahr in Folge und verringerte sich um 7 Mrd. €, also um mehr als 10 %, auf 53,8 Mrd. €. Seit 2011 ist es um fast 30 % gesunken. Diese positive Entwicklung ist auf den Rückgang der Energieimporte zurückzuführen und dieser wiederum auf die gesunkenen Ölpreise und die gesunkenen Importmengen. Insgesamt verringerte sich die Energierechnung um fast 20 %.

Das Handelsdefizit ohne Energieanteil liegt bei 16,7 Mrd. € (gegenüber 12,4 Mrd. € im Jahr 2013). Dies ist insbesondere auf die rückläufige Bilanz im Nahrungsmittel- und Arzneimittelsektor im Vergleich zu 2013 zurückzuführen, auch wenn Frankreich hier einen Überschuss verzeichnet. Im Gegensatz dazu stiegen die französischen Exporte dank der Luftfahrtindustrie, die mit +23,6 Mrd. € einen Rekordüberschuss erreichte, der chemischen Produkte, Parfüms und Kosmetikartikel um mehr als 15 % auf 10,8 Mrd. €.
Die Marktanteile Frankreichs am Welthandel blieben nach Angaben des Internationalen Währungsfonds stabil bei 3,1 %, nachdem sie seit Anfang 2000 über mehr als ein Jahrzehnt fast ununterbrochen rückläufig waren.

Bei der Anzahl der Exportunternehmen war ein leichter Anstieg um 0,2 % auf 121.000 zu verzeichnen und erreichte damit sein Niveau von vor der Krise.

In geografischer Hinsicht verbesserte Frankreich seine Position gegenüber den meisten großen Volkswirtschaften der Europäischen Union. Trotz eines Rückgangs bei den Exporten in mehrere große Schwellenländer (Indien, Türkei, Brasilien und Russland) stiegen die Verkäufe in die wichtigsten Märkte außerhalb der EU, insbesondere nach China und Südkorea.

Trotz der ungünstigen internationalen Wirtschaftslage im Jahr 2014, insbesondere bei den europäischen Partnern, war ein Wachstum des Handelsvolumens zu verzeichnen. Diese Tendenz dürfte sich angesichts des schwachen Euros und der gesunkenen Ölpreise 2015 fortsetzen.

Für Matthias Fekl „zeugen diese Ergebnisse von der Belastbarkeit der französischen Exporte in einem nach wie vor schwierigen internationalen Kontext. Ich freue mich besonders über die gestiegenen Exportzahlen in der Europäischen Union, aber auch über das gestiegene Exportpotential auf den großen asiatischen Märkten. Das bedeutet, dass unsere Unternehmen sehr wohl wissen, dass die EU mit fast 60 % des Warenverkehrs unsere wichtigster Handelspartner ist, d, aber ebenso auch die Notwendigkeit erkennen, sich weiterzuentwickeln und neue Absatzgebiete auf den dynamischsten Märkten zu finden, die sich derzeit auf dem asiatischen Kontinent befinden.“

Gemeinsam mit der Regierung werde ich auch weiterhin daran arbeiten, unsere Exportfördermaßnahmen an die Veränderungen der Weltwirtschaft anzupassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den KMU, die es bei ihrer internationalen Ausrichtung zu unterstützen gilt.“

Letzte Änderung 14/04/2015

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