Feierlichkeiten in Paris zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer

(c) MAEE - JPEG Zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum Mauerfall am 9. November in Berlin wurde auch in Paris dieses Ereignis auf dem Place de la Concorde in Anwesenheit von Premierminister François Fillon und weiterer Regierungsmitglieder, sowie des Bürgermeisters von Paris Bertrand Delanoë und vielen Abgeordneten gefeiert.

Gast des Europa-Staatssekretärs Pierre Lellouche war auch sein deutscher Amtskollege im Auswärtigen Amt Werner Hoyer.

So konnten die Pariser die Feierlichkeiten in Berlin und Paris zum 20. Jahrestag des Mauerfalls als ein verbindendes Ereignis zwischen Frankreich und Deutschland erleben.

Frankreich und Deutschland haben heute ein Niveau der Zusammenarbeit erreicht, das in Europa und in der Welt seinesgleichen sucht. Die Intensität der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern ist besonders in der Finanzkrise deutlich geworden und zeigt sich heute in den Klimaverhandlungen wie bei vielen anderen Themen. Der Besuch der Bundeskanzlerin in Paris am letzten Mittwoch, am Tag ihrer Wahl durch den Bundestag, entsprach dem Besuch des Staatspräsidenten, der ebenfalls am ersten Tag seiner Amtszeit, am 16. Mai 2007, nach Berlin gereist war.

Der 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November war daher für Frankreich eine Gelegenheit, die außergewöhnliche deutsch-französische Beziehung, die im Dienste Europas steht, in einem symbolischen Akt herauszustellen.

Ein symbolisches Musikspiel

Der 20. Jahrestag des Mauerfalls wurde mit einem Musikspiel gefeiert , in dem der Ruf nach Freiheit, der 1989 in ganz Europa laut wurde, noch einmal zum Ausdruck kam und der Weg zur Vereinigung unseres Kontinents in den letzten 20 Jahren nachgezeichnet wurde.

In dem 25-minütigen Schauspiel verschmelzen Bilder und Musik zu fünf großen Darstellungen: Die dunklen Stunden der Teilung Europas, Der Mauerfall, Das wieder vereinte Europa, Europa in Bewegung, Der Weg in die Freiheit.

Eine besondere Würdigung galt dem lange staatenlosen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch, der seine einzige Heimat in der Freiheit erlebte. Er war gleich nach dem Mauerfall nach Berlin gereist, wo er am 11. November 1989 in den Ruinen der Mauer spielte und auf diese Weise seine Botschaft des Friedens in die Welt trug.

In der Veranstaltung kam die Generation zu Wort, die aus dieser europäischen Freiheit hervorgegangen ist und die durch den Cellisten und Rostropowitsch-Schüler Marc Coppey verkörpert wird. Er interpretierte, begleitet von 26 jungen Künstlern und von Chören, die Werke von Gabriel Fauré, Johann-Sebastian Bach und Alfred Schnittke interpretieren werden.

An den musikalischen und schauspielerischen Darbietungen, die im Fernsehen übertragen wurden, wirkten rund hundert Künstler, Chorsänger und Musiker, darunter die Chöre der französischen Streitkräfte, sowie zweihundert Kunstschaffende und Techniker mit. Die Bilder der beiden Feiern in Berlin und Paris wurden in beiden Ländern ausgestrahlt.

Letzte Änderung 22/08/2013

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