Franche-Comté: Im Herzen von Industrie und Innovation

GIF Die Region Franche-Comté ist ein Bindeglied zwischen Nordeuropa und dem Mittelmeer und grenzt an die Schweiz und Deutschland. Die Region besitzt ein ausgezeichnetes Infrastrukturnetz und profitiert von der Präsenz zahlreicher international tätiger Unternehmen. Darüber hinaus ist die Wirtschaft der Franche-Comté international ausgerichtet und exportiert jedes Jahr Güter und Dienstleistungen in einem Wert von etwa 10 Milliarden Euro.

Ein großes Plus der Region Franche-Comté: die strategisch wichtige geographische Lage im Herzen Europas. Der Industriesektor erwirtschaftet nahezu ein Fünftel des Bruttoinlandsproduktes der Region. Der Wirtschaftsraum der Region besteht aus vier Departements: Doubs, Jura, Haute-Saône und Territoire de Belfort und bietet in einem geschützten Umfeld eine Kombination aus Tradition, Innovation und Exzellenz. Die Region generiert umfangreiche Waren-und Dienstleistungsströme nach Deutschland, Italien und in die Schweiz. Darüber hinaus exportiert die Region in den Iran und nach China. Jedes Jahr werden Waren und Dienstleistungen im Wert von nahezu 10 Milliarden Euro exportiert, d.h. fast 80% mehr als importiert wird.

In unmittelbarer Nähe der Werke und Standorte großer internationaler Unternehmen wie PSA Peugeot-Citroën, General Electric, Solvay, John Deere, Parkeon, Arcelor Mital, Faurecia, Segula, Festina etc. entwickeln sich zahlreiche mittelgroße Unternehmen. "Die Region Franche-Comté weist einen deutlich überschüssigen Außenhandel auf. Wir unterstützen diesen Handel, gewähren den Unternehmen erhebliche Mittel (…) und fördern dabei insbesondere die Öffnung neuer Märkte, z.B. in Osteuropa“, erklärt Denis Sommer, der für das Wirtschaftsressort zuständige Vizepräsident der Region.

In dieser Region, die in Jahrhunderten industrieller Abenteuer entstand und von erfindungsreichen Menschen strukturiert wurde, entstand und entwickelt sich das Know-how, das bei Großunternehmen der Bereiche Luxus und Mode, wie Hermès, Breitling oder auch Audemars Piguet stark gefragt ist. Über 200 Unternehmen arbeiten in so unterschiedlichen Sektoren wie Uhrmacherei, Parfümerie, Schmuck, Haute-Couture, Dekoration, Tischkultur, Lederwaren usw. und bieten Arbeitsplätze für annähernd 4500 hoch qualifizierte Mitarbeiter.

Im Bereich Energie ist die Region Franche-Comté bekannt für ihre hydroelektrischen Ressourcen. Desgleichen besitzt die Region umfangreiche Holzreserven und kann auf 44% ausgedehnte Waldflächen verweisen. Die Region erzeugt folglich 15 % der lokal verbrauchten Energie selbst. In der Region sind zwei weltweite Riesen der Energieindustrie angesiedelt: Alstom und GE Energy. Der Energiesektor zählt über 200 Unternehmen, die 14.400 direkte sowie über 35.000 indirekte Arbeitsplätze bieten. Auch die Landwirtschafts- und Nahrungsmittelindustrie ist für die Region von strategischer Bedeutung. Sie bietet nicht weniger als 14 geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U/ PDO) und 36 Produkte mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A/PGI). Daran lässt sich die Dynamik dieses Wirtschaftsbereiches ablesen, in dem über 1400 spezialisierte Unternehmen und mehr als 10.500 landwirtschaftliche Betriebe zu verzeichnen sind. Mittelständische Unternehmen arbeiten hier neben internationalen Großkonzernen wie Nestlé, Bel, Kraft Food, usw.

In der Region Franche-Comté ist die Innovation zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Führende Industrieregion Frankreichs in den Bereichen Uhrmacherhandwerk, Spielzeug- und Brillenherstellung, Kunsttischlerei und Dreherei (Verarbeitung und Formgebung von Objekten), Mikrotechnik, aber auch in der Fertigung von Turbinen und Generatoren sowie der Energieproduktion. Man sieht, die Franche-Comté bietet eine konzentrierte Ballung von Know-how. Die 60 Unternehmen des Brillensektors generieren 50 % der französischen Produktion in diesem Bereich. Die Qualität der Branche Mikrotechnik in der Franche-Comté ist weltweit bekannt. Der Sektor beschäftigt in über 400 Unternehmen knapp 12.000 Mitarbeiter.

Die Zukunft wird in der Region Franch-Comté gestaltet. Die vier in der Region ansässigen Wettbewerbspole und Kompetenzzentren verdeutlichen die Dynamik sowie den Ehrgeiz von Unternehmen und der öffentlicher Hand: das Kompetenzzentrum für Mikrotechnik; das Kompetenzzentrum "Véhicule du Futur" (Fahrzeug der Zukunft); "Plastipolis" (das Kompetenzzentrum der Kunststoffindustrie); "Vitagora", das Kompetenzzentrum der Nahrungsmittelindustrie "Geschmack - Ernährung - Gesundheit".

Die Valorisierung von Forschung und Entwicklung sowie der Know-how- und Technologie-Transfer bilden den Kern der ehrgeizigen Ziele der Region. Patrick Bontemps, der für Forschung und Hochschulbildung zuständige Vizepräsident der Region, unterstreicht dies wie folgt: "Die Franche-Comté bietet die unterschiedlichsten Vorteile (…): Eine Forschungsaktivität des Privatsektors, die den Weg zur Entstehung von Exzellenzzentren ebnet; Experten des öffentlichen Sektors, die Hand in Hand mit dem Privatsektor in spitzentechnologischen Sektoren zusammenarbeiten: Nano-Bio-Technologien, intelligente Systeme, grüne Wirtschaft etc.“

Annik Bianchini

- -www.franche-comte.fr
- Industrie- und Handelskammer der Region Franche-Comté

Letzte Änderung 27/02/2015

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