Frankreich 2014/2015 mit verbesserten Wachstumsperspektiven [fr]

JPEG Wirtschafts- und Finanzminister Pierre Moscovici hat sich am 5. März 2014 in einer Vorlage für den Ministerrat zuversichtlich zu den Wachstumsperspektiven Frankreichs in den Jahren 2014 und 2015 gezeigt.

Nach einem bisher in der Eurozone noch nicht da gewesenen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2012 und 2013 würden die Perspektiven für ein ausgeglichenes Wachstum mit weniger Ungleichgewichten in diesem Jahr wieder besser aussehen. Die EU-Kommission erwarte nach den Rückgängen von 0,7% 2012 und 0,4% 2013 im laufenden Jahr wieder ein Wachstum von 1,2%.
Die Wachstumsprognose der Kommission für Frankreich ist dabei mit 1% noch etwas optimistischer als die Haushaltsannahmen der Regierung, die von einem Wachstum von 0,9% ausgehen, so Moscovici. Zugpferde seien dabei die Binnennachfrage aber auch der anziehende Export, der von der weltweiten Nachfrage und den Regierungsmaßnahmen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen profitiere.

Auch die Prognose der Kommission zum Haushaltsdefizit 2013 liegt mit 4,2% etwa auf der Höhe der von der Regierung prognostizierten 4,1%. Trotz des ungünstigen wirtschaftlichen Umfeldes mit einer insgesamt geringen Inflation konnten insbesondere die Ausgaben für Gesundheit 2013 begrenzt werden, was zu der Verringerung des Defizits beigetragen habe, das 2012 noch bei 4,8% lag.

Die Voraussage der Kommission für das Defizit 2014 liegt mit 4,0 % dagegen über den Regierungsannahmen von 3,6 %. Zu diesem Zeitpunkt unterliegen die Prognosen allerdings noch vielen Unwägbarkeiten. Auch werden die endgültigen Zahlen für 2013 erst Ende März vom Nationalen Amt für Statistik INSEE veröffentlicht. Die Regierung sei aber mit einer Liquiditätsreserve von 7 Mrd. € für 2014 auf etwaige Schwankungen vorbereitet.

In einem Kommunique vom 5.3.
verwiesen Moscovici und sein Haushaltsminister Bernard Cazeneuve zudem darauf, dass das strukturelle Defizit weiter reduziert werden konnte. So lägen die Ausgaben schon 3,4 Mrd. € unter den Annahmen des Haushaltsgesetzes 2014. Insgesamt werde die Politik des Haushaltsausgleichs auch im Zeitraum 2015-2017 mit Einsparmaßnahmen in Höhe von 50 Mrd. € fortgesetzt.

- Bericht des französischen Rechnungshofs zur Lage der öffentlichen Finanzen

Letzte Änderung 05/03/2014

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