Frankreich auf dem Weg zu intelligenten Verkehrssystemen [fr]

Die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Nicole Bricq, hat am 13.6.2012 eine Verordnung zur Einführung von intelligenten Verkehrssystemen (IVS) vorgelegt.

Diese High-Tech-Systeme ermöglichen Informations- und Managementdienste für Verkehrssysteme, wie z. B. Warnhinweise in Fahrzeugen zur Straßenverkehrssicherheit, Leitdienste bei Stau oder auch multimodale Reise-Informationsdienste, die in Echtzeit über Verkehrsstörungen und über die günstigsten Streckenvarianten bzw. Verkehrsalternativen informieren.

Mit Hilfe dieser Technologien werden die Übertragungsnetzbetreiber immer über die aktuellsten Störungen informiert und können entsprechende Maßnahmen zur Normalisierung des Verkehrs einleiten. Frankreich entwickelt seit etwa 20 Jahren Spitzentechnologien in diesem Bereich: automatische U-Bahnen, Informationsdienste für Stadtautobahnen, zum Beispiel variable Anzeigetafeln oder Internetseiten zur Berechnung alternativer Fahrtrouten in Echtzeit.

Ziel der Verordnung ist es, die europäische Richtlinie vom 7. Juli 2010 in nationales Recht umzusetzen. Diese Richtlinie bildet den Rahmen für die Einführung intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr und für deren Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern. Sie schafft die Voraussetzung für die Umsetzung eines einheitlichen europäischen Verkehrsraumes für Reisende weltweit (insbesondere für Berufskraftfahrer). Sie soll eine grenzüberschreitende Kontinuität von Informationsdiensten gewährleisten, d. h. eine EU-weite nahtlose Bereitstellung der Dienste – insbesondere innerhalb des transeuropäischen Netzes und soweit möglich an den EU-Außengrenzen – wie z. B. bei der Suche nach sicheren Parkplätzen für Lastwagenfahrer, für Notrufe und für Warnhinweise zur Straßenverkehrssicherheit.

Letzte Änderung 15/06/2012

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