Frankreich auf dem Weg zur Begrenzung von Managervergütungen [fr]

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Die Bestimmungen zielen auf ein Verbot „goldener Handschläge“, der Erfolgsprämien für Firmenübernahmen, auf eine Begrenzung der Dauer der Amtszeit von Aufsichtsratsmitgliedern und auf eine Genehmigung der Vergütungen von Aufsichtsräten und der Geschäftsführung durch die Anteilseigner ab.

Die französische Regierung hatte gleich nach ihrer Amtsübernahme zahlreiche Maßnahmen bezüglich der Vergütungen getroffen. Der Staatspräsident und die Regierungsmitglieder gingen mit gutem Beispiel voran und kürzten ihre eigenen Gehälter um 30 %. Die Gehälter der Chefs von französischen Staatsunternehmen wurden auf jährlich maximal 450.000 Euro gedeckelt. Die Abgaben auf Aktienoptionen und Gratisaktien, wie auch auf die betrieblichen Alterszusatzversorgungen für Führungskräfte (retraites chapeaux) und die „goldenen Handschläge“ wurden erhöht.

Im Rahmen der Verhandlungen zur Bankenregulierung auf europäischer Ebene haben sich die Vertreter des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedstaaten in der vergangenen Woche auf einen Vertragsentwurf geeinigt, der festlegt, dass die Bonuszahlungen an Bankmanager ihr jährliches Grundgehalt nicht übersteigen dürfen (oder mit ausdrücklicher Zustimmung der Aktionäre auf die maximal doppelte Höhe des Grundgehalts aufgestockt werden können).

Die französische Regierung wartet mit Interesse auf die für 2013 von der EU-Kommission angekündigte europäische Gesetzesinitiative in Bezug auf das Stimmrecht der Aktionäre in puncto Vergütungspolitik. Außerdem unterstrich die Regierung ihren Wunsch, auf nationaler Ebene schnell zu einer Einigung bei der Verschärfung der Vergütungskontrolle (Mitbestimmungsrecht der Aktionäre bei der Managervergütung, Verpflichtung, einen Vergütungsausschuss unter Vorsitz eines unabhängigen Verwalters einzurichten) sowie bei der Beschränkung unangemessener Vergütungspraktiken zu gelangen.

Letzte Änderung 06/03/2013

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