Frankreich begrüßt verschärfte Regeln für entsandte Arbeitnehmer in Europa [fr]

(c) gouvernement - GIF Arbeitsminister Michel Sapin hat die am 9.12.2013 nach monatelangen Verhandlungen in Brüssel getroffene Übereinkunft der EU-Arbeitsminister zur Entsendung von Arbeitnehmern (Leiharbeit/Werkverträge) begrüßt. Demnach sollen entsandte Arbeitnehmer stärker vor Ausbeutung geschützt werden, wobei die EU-Staaten selbst über ihre Kontrollmethoden entscheiden.
Besonders Frankreich und Deutschland hatten sich mit Unterstützung von Spanien, Italien, den Benelux-Ländern, Bulgarien, Rumänien und Slowenien für eine Verschärfung der Regelungen zur Bekämpfung des sozialen Dumpings eingesetzt.

Minister Sapin hob insbesondere zwei Punkte der Vereinbarung hervor:
- Die Liste der bei einer Kontrolle von einem Unternehmen vorzulegenden Dokumente darf national bestimmt werden. Die Direktive bestimmt zudem, dass die Staaten die von ihnen verlangten Dokumente bei der Kommission hinterlegen, um so die Rechtssicherheit zu gewährleisten.

- Die Generalunternehmer im Bausektor können in Zukunft mit einem Sanktionsmechanismus in allen Ländern für die Verstöße von Subunternehmern haftbar gemacht werden. So wird es möglich, eine Verantwortungskette herzustellen, um effizienter gegen Betrug und windige Geschäftsmodelle vorzugehen. Diese Direktive dient nicht nur dem Schutz der entsandten Mitarbeiter, deren Rechte in Zukunft besser respektiert werden, sondern auch den einheimischen Arbeitnehmern und Unternehmen, die gegen wettbewerbsverzerrende Konkurrenz geschützt werden.

Der Minister hob hervor, dass Europa auch im sozialen Bereich voranschreite und dass Wille und Entschlossenheit Früchte trügen. Der Brüsseler Entschluss sei insofern ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des sozialen Dumpings und für das Fortbestehen „unseres“ Sozialmodells.

Letzte Änderung 10/12/2013

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