Frankreich erhöht Förderung für den Kauf sauberer Autos [fr]

Seit 2008 gibt es in Frankreich eine Umweltsteuer mit einem Bonus-Malus-System (Ecopastille) beim Kauf von Neuwagen, die an die CO2-Emissionen gekoppelt ist. Hiermit wurden Anreize geschaffen, schadstoffarme Autos zu produzieren und zu kaufen. Außerdem wird der Wagenpark durch das Verschwinden von Umwelt belastenden Autos erneuert.

Am 25. Juli 2012 hat die Regierung ein Konzept, den plan automobile, vorgestellt, das den Kauf und die Entwicklung sauberer Autos noch besser fördern soll. Dabei geht es vor allem um die verstärkte Förderung schadstoffarmer Techniken über den ökologischen Bonus-Malus. Nach Überzeugung der Regierung kann die französische Automobilindustrie ihre Absatzschwäche nur mit der Entwicklung des „grünen“ Automobils, d. h. insbesondere mit Fahrzeugen mit weniger CO2-Emissionen sowie mit Hybrid- und Elektroantrieb überwinden.

Das Bonus-Malus-System wird deshalb ausgeweitet:

-  Der Öko-Bonus für ein Elektroauto steigt von 5 000 auf 7 000 €.
-  Der Öko-Bonus für ein Fahrzeug mit Hybridantrieb steigt von 2 000 auf 4 000 €.
-  Der Öko-Bonus für Neuwagen mit einem geringen CO2-Ausstoß steigt von 100 auf 150 €.

Die neuen Sätze sind zum 1. August 2012 in Kraft getreten.

Im Gegensatz zu den bisher gültigen Regelungen werden sie auf Firmenfahrzeuge und Fahrzeuge der Gebietskörperschaften ausgeweitet. Der Staat verpflichtet sich zudem bei der Erneuerung seines Wagenparks dazu, in 25 % der Fälle Hybrid- bzw. Elektrofahrzeuge zu ordern: das sind 1 500 Fahrzeuge pro Jahr.

Des Weiteren soll die Infrastruktur für Ladestationen von Elektrofahrzeugen schnell weiter ausgebaut werden. Schon zwölf Städte haben sich für eine Ausrüstung in den nächsten sechs Monaten gemeldet.

Die Forschung und Entwicklung sauberer Antriebe wird zudem mit Branchenhilfen in Höhe von 600 Millionen Euro abgesichert, wobei es sich bei 350 Millionen Euro um Umwidmungen bisheriger Branchenhilfen handelt.

Letzte Änderung 11/02/2015

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