Frankreich erhöht die Gehälter im Bildungssektor [fr]

JPEGIm Rahmen des 2009 durch den Bildungsminister eingeführten Karriere-Pakts (Pacte Carrière) wird die französische Regierung 2012 mehrere Maßnahmen umsetzen, die auf eine Erhöhung der Gehälter und eine verbesserte Kaufkraft der Beschäftigten im Bildungssektor abzielen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem die Verwendung der durch Stellenstreichungen eingesparten Mittel zur Erhöhung der Gehälter oder die Steuerbefreiung geleisteter Überstunden.

JPEGIm Rahmen des 2009 durch den Bildungsminister eingeführten Karriere-Pakts (Pacte Carrière) wird die französische Regierung 2012 mehrere Maßnahmen umsetzen, die auf eine Erhöhung der Gehälter und eine verbesserte Kaufkraft der Beschäftigten im Bildungssektor abzielen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem die Verwendung der durch Stellenstreichungen eingesparten Mittel zur Erhöhung der Gehälter oder die Steuerbefreiung geleisteter Überstunden. Neben den Lehrkräften, insbesondere den Berufsanfängern, sollen diese Maßnahmen auch den nicht unterrichtenden Beschäftigten im Bildungssektor zugute kommen.

Weshalb die Gehälter in der aktuellen Haushaltslage erhöhen?

Der Staatspräsident hatte den französischen Bürgerinnen und Bürgern ein klares Versprechen gegeben: Jeder zweite Beamte, der in Rente geht, soll nicht ersetzt werden. Durch diesen verantwortungsvollen und mutigen Schritt wurde der seit 30 Jahren fortschreitenden Erhöhung der Personalkosten Einhalt geboten. Es ist ein Beitrag zur Reduzierung des Defizits und zur Eindämmung der öffentlichen Ausgaben. Dies ist im derzeitigen wirtschaftlichen Kontext, der geprägt ist von der Schuldenkrise und der Notwendigkeit eines ausgeglichenen Haushalts bis 2016, dringend erforderlich.

Diese Regelung wird nicht starr, sondern flexibel und differenziert umgesetzt, wobei die spezifischen Eigenheiten jedes Ministeriums und die seit 2007 erreichte Produktivitätssteigerung berücksichtigt wurden.

Die Hälfte der Einsparungen, die durch die Umsetzung dieser Regelung erreicht werden, kommt den Beamten in Form von Gehaltserhöhungen zugute. Es wird also weniger, dafür aber besser bezahlte Beamte geben. 2012 sind 14 000 Stellenstreichungen innerhalb des Bildungsministeriums geplant, wodurch 176 Mio. Euro eingespart werden, die in Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten dieses Ministeriums fließen.

Warum mussten die Gehälter der Berufsanfänger erhöht werden?

Die bedeutendste Gehaltserhöhung (72 Mio. Euro 2012) gilt den Berufsanfängern. Sie berücksichtigt die höheren Einstellungsvoraussetzungen der Unterrichtenden und macht den Beruf attraktiver.

Über 107 000 Unterrichtende im öffentlichen Sektor und 18 000 im Privatsektor profitieren von dieser Gehaltserhöhung, die Teil eines Maßnahmenpakets zu Gunsten junger Unterrichtender seit Beginn des Schuljahres 2010/11 ist.

Sie entspricht einer Erhöhung der Gehälter um 5% im Vergleich zum Schuljahresbeginn 2011 und um 18% im Vergleich zu 2007. Damals lag das monatliche Gehalt eines Unterrichtenden im ersten Berufsjahr bei 1 690 Euro brutto.

Welche Maßnahmen der Gehaltserhöhung wurden noch ergriffen?

Auch die Gehälter des Verwaltungs- und Dienstleistungspersonals werden 2012 um 8 % erhöht. Das für die ärztliche und sozialpädagogische Betreuung zuständige Personal profitiert von Gehaltserhöhungen und besseren Beförderungsmöglichkeiten.

Weitere Maßnahmen, die vor allem das Engagement der Lehrkräfte und des Führungs- oder Betreuungspersonals honorieren sollen:

-  Einführung einer leistungsabhängigen Prämie bis zu 2 400 Euro in schulischen Einrichtungen mit einem besonderen Schwerpunkt auf Zielsetzung, Innovation und Erfolg (programme Eclair)
-  Erhöhung der Vergütung für ausbildungsbegleitende Evaluationen Kenntnisüberprüfungen (CCF)
-  Einführung einer ergebnisabhängigen Prämie für das Führungspersonal (maximal 6 000 Euro alle 3 Jahre)
-  Ausweitung der Vergütung gemeinnütziger Tätigkeiten in Höhe von 400 bis 2 400 Euro für Lehr- oder pädagogisches Personal
-  Erhöhung des variablen Anteils der Vergütung für Schulleiter um 50 %
-  und in geringerem Umfang für die Beauftragten und Generalsekretäre in der Schul- und Hochschulverwaltung .

Bilanz der Gehaltsverbesserungen im Bildungssektor

Insgesamt hat sich die Kaufkraft aller Beschäftigten im Bildungsministerium seit 2007 um über 1,4 Mrd. Euro verbessert.

Die Initiativkraft und das Engagement der Unterrichtenden wurden unabhängig von ihrem Dienstalter und ihrem Status durch die Schaffung neuer Vergütungsmechanismen und die Steuerbefreiung geleisteter Überstunden angeregt.

Letzte Änderung 05/01/2012

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