Frankreich gibt Nazi-Raubkunst an rechtmäßige Erben zurück [fr]

(c) Ministère de la culture - JPEG Kulturministerin Aurélie Filippetti hat am 19. März 2013 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Paris den Nachkommen der ursprünglichen jüdischen Eigentümer aus Prag und Wien sieben Gemälde übergeben. Diese von den Nationalsozialisten geraubten Kunstwerke waren nach dem Krieg nach Frankreich gebracht worden und in den sogenannten « MNR » (Musées Nationaux Récupération) aufbewahrt bzw. dem Museumspublikum zugänglich gemacht worden.

Bei den jetzt an die rechtmäßigen Erben zurückgegebenen Gemälden handelt es sich um sechs Bilder des Wiener Sammlers und Textilindustriellen Richard Neumann und um ein Werk des Prager Bankiers Josef Wiener.

Dies ist jedoch erst der Anfang, denn die Kulturministerin hat eine Art Taskforce mit Beamten des Ministeriums sowie Verantwortlichen der Museen gebildet, die die rechtmäßigen Eigentümer auffinden sollen, um die noch etwa 2000 verbleibenden Kunstwerke zurückzugeben. Vorrang hätten dabei, so die Ministerin, 163 besonders wertvolle Werke, die sich in der Verwahrung französischer Museen befänden. Bisher fanden diese Rückgaben nur auf Antrag der ehemaligen Besitzer oder ihrer Familien statt.

Letzte Änderung 21/03/2013

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