Frankreich hält an seinem Plan zum Defizitabbau fest

In einem Pressekommuniqué vom 5. Mai 2014 äußerte sich der Minister für Finanzen und Haushalt Michel Sapin zu den Wachstumsprognosen der EU-Kommission für Frankreich und bekräftigte, dass Frankreich sein Defizit bis Ende 2015 auf 3 % der BIP bringen will.

„Die Europäische Kommission hat ihre Wirtschaftsprognosen für Frankreich veröffentlicht (1 % in diesem Jahr, 1,5 % im nächsten). Wie die französische Regierung geht die Kommission von einer Beschleunigung des Wachstums aus, zu der auch der Pakt für Verantwortung und Solidarität beitragen wird, da er Investitionen, Verbrauch und Beschäftigung fördert.

Die Voraussagen der Europäischen Kommission bezüglich des öffentlichen Defizits für 2014 (3,9 % des BIP) liegen nahe bei denen der Regierung (3,8 %). Für 2015 prognostiziert die Kommission ein Defizit in Höhe von 3,4 % des BIP. Die Kommission hat zur Kenntnis genommen, dass die französische Regierung darauf hinwirkt, das Defizit im kommenden Jahr auf 3 % zu drosseln; die Faktoren für die Abweichung zu ihrer Prognose sind bekannt: ein etwas höheres Defizit für 2014, ein etwas schwächeres Wachstum 2015, vor allem aber die Tatsache, dass die für 2015 angekündigten Einsparungen nur teilweise berücksichtigt wurden.

Die französische Regierung bekräftigt ihre Entschlossenheit, den Pakt für Verantwortung und Solidarität umzusetzen und Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Euro vorzunehmen, die notwendig sind, um das Defizit 2015 auf 3 % des BIP zurückzuführen und den Anstieg der öffentlichen Ausgaben mit der Inflationsentwicklung in Einklang zu bringen.

Mit dieser Doppel-Strategie wird es möglich sein, Wachstum und Beschäftigung zu steigern und gleichzeitig das Defizit und die öffentlichen Schulden zu senken.

Letzte Änderung 06/05/2014

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