Frankreich hoch im Kurs bei internationalen Studierenden [fr]

JPEG Gleich drei jüngst veröffentlichte Studien zeigen: Frankreich und insbesondere Paris sind ein wahrer Magnet für internationale Studierende.

Jüngsten Zahlen der UNESCO zufolge ist Frankreich das drittgrößte Zielland ausländischer Studierender. 2013 kamen 288 544 Wissenshungrige aus aller Welt für einen Studienaufenthalt nach Frankreich – das entspricht 7 % aller internationalen Studierenden weltweit. Nur die Vereinigten Staaten und Großbritannien nahmen noch mehr ausländische Studierende auf. Auf dem vierten Platz folgt Australien. Mit einem Anstieg um 8 % seit 2009 hat sich Frankreich seinen Platz zurückerobert. Insgesamt ist die Zahl ausländischer Studierender in Frankreich in den vergangenen 15 Jahren um 90 % gestiegen (1998 waren es noch 151 969).

In seinem jährlichen Universitäten-Ranking nannte das britische Unternehmen Quacquarelli Symonds Paris die „beste Studentenstadt weltweit“ – vor London, Singapur, Sydney und Melbourne. Das Ergebnis begründete das Unternehmen mit der Qualität der Pariser Hochschuleinrichtungen sowie ihrer Abschlüsse, die hervorragende Perspektiven für den französischen und internationalen Arbeitsmarkt böten.

Nicht zuletzt zeigt eine neue Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Sofres: Neun von zehn ausländischen Studierenden sind nach ihrem Aufenthalt in Frankreich zufrieden bis sehr zufrieden. Als Gründe gaben sie vor allem die Hochwertigkeit der Abschlüsse, aber auch die touristische Attraktivität des Landes, die Freizeitangebote, die französische Lebensart und die Lehrmethoden an.

2012 betrug der Anteil internationaler Studierender an der gesamten Studierendenzahl 12,3 % (15,2 % in den Universitäten). Diese Entwicklung ist verschiedenen staatlichen Maßnahmen zu verdanken, etwa dem Gesetz vom 22. Juli 2013 zur Förderung des Hochschulstandorts Frankreich, mit besonderem Fokus auf die Forschung und die Vereinfachung des Bildungsangebots über territoriale Partnerschaften. Mit rund 30 neuen Zusammenschlüssen von Hochschulen und anderen Einrichtungen (Communautés universitaires et d’établissements) konnte das Hochschulpanorama übersichtlicher gestaltet, die internationale Strahlkraft des französischen Hochschulwesens verbessert, Studiengänge ausgelagert und ein Online-Studienangebot geschaffen werden (mit der Unterstützung der im Herbst 2013 gegründeten Online-Plattform France Université Numérique). Weitere Maßnahmen fördern die Aufnahme internationaler Studierender:

-  Erteilung mehrjähriger Visa für Studierende und Wissenschaftler
-  Sonderstatus für Doktoranden in Frankreich während und nach der Promotion
-  Vereinfachung der Verfahren in den Konsulaten
-  Einrichtung gesonderter Anlaufstellen für ausländische Studierende, um alle Verwaltungsschritte zu zentralisieren
-  Erneuerung und Neubau von Wohnheimen
-  Eintreten der Regierung für das europäische Erasmus-plus-Budget (auch für Kooperationen mit den BRIC-Ländern) und für die Demokratisierung des Austauschprogramms.

Letzte Änderung 10/12/2013

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