Frankreich ordnet mit Expertise France seine technische Entwicklungszusammenarbeit neu [fr]

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© MAEDI/F. de la Mure

Am 20. Januar 2015 hat die Agentur für internationale technische Zusammenarbeit Expertise France, ein Zusammenschluss der sechs bisher voneinander unabhängigen öffentlichen Beratungsorganisationen (FEI, ADETEF, GIP Esther, GIP Inter, GIP SPSI, ADECR) ihre Arbeit aufgenommen.

Im Zuge der Reformagenda ist Expertise France nach dem erfolgten Zusammenschluss der Agenturen für Export- und Investitionsförderung zu Beginn des Jahres ein weiteres Beispiel für die Bündelung und Vereinfachung öffentlicher Strukturen in Frankreich. Expertise France soll mit effizienterer Struktur und erhöhter Schlagkraft zu einem international anerkannten Partner der Entwicklungszusammenarbeit werden, so Außenminister Laurent Fabius, Finanzminister Michel Sapin und Wirtschaftsminister Manuel Macron in einem gemeinsamen Kommuniqué (30. Dezember 2014).

Die neue Agentur, in vielen Teilen vergleichbar mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), wird neben der Entwicklungshilfeagentur Agence française de développement das zweite wichtige Standbein französischer Entwicklungszusammenarbeit sein.

Die Aufgabe von Expertise France besteht vor allem darin, öffentlichen Trägern in Schwellen- und Entwicklungsländern maßgeschneidertes französisches Know-how bzw. Beratung bei der Durchführung von Projekten anzubieten. Neben der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung geht es dabei auch um die Beratung in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Bildung, Gesundheit, soziale Sicherung und Kultur. Bei ihrer Arbeit setzt die Agentur im Übrigen auf eine Strategie der Verzahnung des öffentlichen und privaten Sektors.

Zum Leiter der Agentur wurde Sébastien Mosneron Dupin berufen, der bisher Berater von Außenminister Fabius für Wirtschaftsbeziehungen und Entwicklung war.

Letzte Änderung 24/03/2015

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