Frankreich reduziert Haushaltsdefizit 2011 deutlich [fr]

Frankreich konnte sein Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr um mehr als 25 % senken. Die Neuverschuldung lag 2011 bei 5,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber 7,1 % im Jahre 2010. Frankreich übertrifft damit sein Ziel (5,7 %) um 10 Milliarden Euro.

Trotz der schweren Wirtschaftskrise der Wachstumszahlen, die schwächer ausfielen als vorhergesehen, konnte Frankreich im Jahr 2011 seine Ziele zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen übertreffen.

- Noch nie zuvor konnte das Haushaltsdefizit in Frankreich innerhalb eines Jahres so stark gesenkt werden (um über 34 Milliarden Euro).

- Zum ersten Mal seit 1960 blieb das Gesamtvolumen der öffentlichen Ausgaben stabil.

- Zum ersten Mal seit 1945 konnten die Staatsausgaben, ausgenommen der Zinslast und der Rentenvorsorge, reduziert werden.

Die Ausgaben für Krankenversicherungen bleiben stabil: Zum zweiten Mal in Folge konnte 2011 die nationale Zielvorgabe für die Krankenversicherungskosten (objectif national de dépenses d’assurance maladie Ondam) eingehalten werden. Dies ist einmalig seit der Einführung dieser Rahmenvorgabe.

Erfreulich dabei ist, dass diese Entwicklungen nicht zu Lasten des Wachstums gehen. Frankreich hatte keine Rezession zu verzeichnen und ist damit das einzige große westeuropäische Land, das seit dem zweiten Quartal 2009 kein einziges Quartal mit Negativwachstum verbucht hat.

Dies ist nicht nur das Ergebnis der Strukturreformen, die der Staatspräsident und seine Regierung seit 2007 angestrengt haben, sondern auch der Verdienst unserer guten Reaktionsfähigkeit: Wir haben rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um unser Land vor der Krise zu bewahren.

Letzte Änderung 03/05/2012

Seitenanfang