Frankreich reicht Kandidatur von Catherine Geslain-Lanéelle für den Posten der FAO-Generaldirektorin ein [fr]

Erklärung des Ministeriums für Europa und Auswärtige Angelegenheiten und des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung

Am 17. Dezember 2018 reichte Frankreich offiziell die Kandidatur von Catherine Geslain-Lanéelle für den Posten der Generaldirektorin der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation) ein.


Erste gemeinsame Kandidatin der Europäischen Union für die FAO

Die französische Bewerberin wurde am 15. Oktober dieses Jahres zur Kandidatin der Europäischen Union für den Posten der Generaldirektorin der FAO ernannt. Es ist das erste Mal, dass sich die EU-Mitgliedstaaten auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Wahl des Vorsitzes dieser Organisation verständigen. Zudem ist es das erste Mal, dass eine Frau für die Stelle kandidiert.


Eine Kandidatur mit dem Ziel, dem Kampf gegen Hunger und Mangelernährung in der Politik erneut Vorrang zu verschaffen

Seit ihrer Gründung hat die FAO zur Verringerung von Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung beigetragen. Dennoch ist festzustellen, dass Hunger in der Welt wieder zunimmt.

Catherine Geslain-Lanéelle ist entschlossen, der FAO und ihren Initiativen neue Impulse zu geben, um den Hunger bis 2030 entsprechend den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu beenden. Weitere Prioritäten der französischen und europäischen Kandidatin sind die Verminderung von Armut, die Förderung der ländlichen Entwicklung und die tief greifende Umgestaltung unserer Nahrungsmittelsysteme. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass sich alle Mitgliedstaaten und sämtliche Partner auf eine gemeinsame und erneuerte Vision verständigen, um den Einsatz der FAO für eine Welt ohne Hunger und Mangelernährung voranzutreiben.

Zu diesem Zweck setzt sich die Kandidatin für eine stärkere Zusammenarbeit und für Synergien mit anderen Organisationen der UNO, insbesondere mit dem IFAD, dem WFP und der WHO, ein. Sie möchte umfassend an der Reform der Vereinten Nationen und am Ausbau der Kooperation mit den wissenschaftlichen und technischen Einrichtungen sowie allen einschlägigen Akteuren mitwirken.
Catherine Geslain-Lanéelle spricht sich ebenfalls dafür aus, dass die FAO ihrer Rolle als Weltorganisation mit Vorbildfunktion im Bereich der Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit gerecht wird, indem sie sich auf solide und anerkannte technische und wissenschaftliche Kenntnisse stützt.

Stärkung der Ernährungssicherheit, Beendigung der Armut, Kampf gegen den Klimawandel: Die Landwirtschaft für eine gesteigerte und bessere Erzeugung
Die Ernährungssicherheit und der Beitrag der Landwirtschaft, des Fischereisektors und der Forstwirtschaft sind nicht nur grundlegend für die Lebensmittelversorgung der Menschheit, sondern auch für die Schaffung von menschenwürdigen Arbeitsplätzen im ländlichen Raum, die Stärkung der Rolle der Frauen und der jungen Menschen, die Bekämpfung von Armut und die Erhaltung unseres Planeten.
Zur Erreichung dieser Ziele setzt die Kandidatin auf eine stärkere Investition in die Bereiche Forschung und Wissen, Bildung und Ausbildung, Innovation sowie in die Infrastrukturen.

In unserer Zeit, die durch den Klimawandel und das Vorhandensein von zahlreichen Konflikten geprägt ist, tritt die Bewerberin dafür ein, dass die FAO im Mittelpunkt der Lösungen steht, sodass allen Menschen überall auf der Welt ein Zugang zu gesunden, sicheren und nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln gewährleistet werden kann. Das ist die Bedingung für eine friedliche, stabilere und gerechtere Welt.


Tief greifende Fachkenntnisse in den Bereichen der Landwirtschaft und Ernährung und anerkannte Führungsqualitäten

Catherine Geslain-Lanéelle verfügt als Agraringenieurin und frühere Leiterin von Generaldirektionen des Ministeriums für Landwirtschaft über anerkannte Führungsqualitäten und bewiesene Fähigkeiten zur Leitung von komplexen und in einem multikulturellen Umfeld tätigen Organisationen. Außerdem kann sie eine Berufserfahrung auf hoher Ebene in Bezug auf Nahrungsmittelsysteme, ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit in Frankreich und in Europa vorweisen.
Im französischen Ministerium für Landwirtschaft hatte sie als Leiterin des Referats internationaler Austausch (Nahrungsmittelhilfe und internationale Zusammenarbeit), Leiterin der Generalabteilung Ernährung und Leiterin der Generalabteilung wirtschaftliche und ökologische Leistung von Unternehmen äußerst hochrangige Posten inne.

Auf europäischer Ebene arbeitete sie zunächst bei der Europäischen Kommission als Sachverständige für Fragen zur Ernährungssicherheit der Verbraucher und leitete anschließend als Geschäftsführende Direktorin sieben Jahre lang die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Während ihrer gesamten Berufslaufbahn brachte Catherine Geslain-Lanéelle auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ihre soliden wissenschaftlichen und technischen Fachkenntnisse der Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft, der ländlichen Entwicklung, der Nahrungsmittelsysteme und der Ernährung in die Gestaltung und Umsetzung von politischen Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung mit ein.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die für Landwirtschafts-(einschließlich Zucht, Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur) und Ernährungsfragen zuständig ist. Sie ist eine zwischenstaatliche Weltorganisation mit 197 Mitgliedern, darunter die Europäische Union. Die FAO ist weltweit in über 130 Ländern tätig. Der nächste Generaldirektor der FAO wird im Juni 2019 von den Mitgliedstaaten für einen Zeitraum von 4 Jahren gewählt. Bewerbungen können vom 1. Dezember 2018 bis zum 28. Februar 2019 eingereicht werden.

Letzte Änderung 17/01/2019

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